Immer weniger manipulierte Geldautomaten in NRW

Weniger Fälle, weniger Schaden: Kriminelle haben in Deutschland seltener Erfolg beim Ausspähen sensibler Kundendaten an Geldautomaten. Doch noch gibt es Lücken im weltweiten System.

14.12.2018 / Lesedauer: 2 min
Immer weniger manipulierte Geldautomaten in NRW

Kunden heben Geld an einem Bankautomaten ab. Foto: Socrates Baltagiannis/Archiv

Der Datenklau an Geldautomaten in Nordrhein-Westfalen hat in diesem Jahr wieder deutlich abgenommen. Im laufenden Jahr manipulierten Kriminelle nach Angaben von Euro Kartensysteme bisher 44 Mal Geldautomaten, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Im selben Zeitraum (Januar bis November) waren 2017 noch 67 Fälle bekannt geworden, im Gesamtjahr 70. Beim sogenannten Skimming werden Türöffner in Bankfilialen gefälscht oder Tastaturen an Geldautomaten manipuliert.

Im landesweiten Vergleich belegt NRW den zweiten Platz: Der Großteil der bisherigen „Skimming“-Angriffe im Jahr 2018 (428) fand mit 328 Fällen in Berlin statt. Auch bundesweit zeichnet sich ein starker Rückgang ab: Von Januar bis November 2017 zählte Euro Kartensysteme noch 476 Fälle - gut zehn Prozent mehr.

Für den Trend verantwortlich sind vor allem Investitionen in EMV-Technologie, die leicht kopierbare Magnetstreifen durch eine Art Mini-Computer ersetzt und die Karte bei jedem Gebrauch auf Echtheit prüft. Kartendubletten funktionieren daher auch nur noch in jenen Ländern, in denen Bezahlkarten nach wie vor mit Magnetstreifen ausgerüstet werden - beispielsweise in den USA.

In Deutschland müssen Opfer von „Skimming“ normalerweise keinen finanziellen Nachteil fürchten. In der Regel ersetzen Geldinstitute solche Schäden - vorausgesetzt, die Kunden sind sorgfältig mit ihrer Bankkarte und PIN umgegangen.

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