Immer mehr Lüner nutzen die Sonne als Energielieferanten

dzPhotovoltaik-Anlagen

Die Stadt Lünen und die Ruhrkohle AG treiben Planungen für eine Photovoltaik-Freifläche an der A2 voran. Doch auch auf den Dächern der Lippestadt breiten sich die Solarmodule aus.

Lünen

, 04.12.2018, 05:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bereits vor einem Jahr befasste sich der Ausschuss für Stadtentwicklung mit sogenannten Photovoltaik-Freiflächenanlagen. Nun, 13 Monate später, steht in der Ratssitzung (13. Dezember, 17 Uhr, Rathaus) eine Änderung des Flächennutzungsplans an, die die Planung einer solchen Anlage in Lünen-Süd ermöglichen soll.

Immer mehr Lüner nutzen die Sonne als Energielieferanten

Auf der Fläche nördlich der A2 soll ein Solar-Park entstehen. © Fröhling (A)

Konkret geht es um eine Fläche von mehr als 30.000 Quadratmetern nahe der A2, auf der die „Montan Solar GmbH“ aus Ensdorf im Saarland Solarmodule errichten will. Gestellt hat den Antrag die „Solarpark Lauchhammer 2 GmbH & Co. KG“, die mittlerweile „Solarpark Niersteheide GmbH & Co. KG“ heißt – eine Tochterfirma der Montan Solar, die wiederum ein Konsortium von Ruhrkohle AG (RAG) und Wircon GmbH ist – und mit der Innovationcity Ruhr einen Kooperationspartner vor Ort hat. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat die Änderung des Flächennutzungsplans bereits gebilligt.

Leistung steigt auf mehr als 10.000 kW

Auch Privatleute nutzen immer häufiger die Möglichkeit, über Solarmodule auf dem eigenen Hausdach Strom zu erzeugen. Waren 2008 noch 256 Photovoltaik-Anlagen registriert, kommen die Stadtwerke Lünen bei ihrer Zählung 2018 auf – Stand jetzt – 964.

Das ist fast eine Vervierfachung innerhalb von zehn Jahren. Entsprechend hat sich auch die installierte Leistung aller Anlagen gesteigert: von 2343 kW in 2018 auf 10.902 kW im aktuellen Jahr. Die Stadtwerke selbst betreiben 32 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1698 kW.

Schon vor einem Jahr hatte das Unternehmen betont, dass die Kapazitäten auf Dachflächen allmählich ausgeschöpft seien – und man deshalb eine Photovoltaik-Freifläche als Möglichkeit für neue Solarmodule begrüße.

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