„Ich möchte später so sein wie Heiner Lauterbach“

dzSchauspieler Emilio Sakraya

Er ist seit „Bibi und Tina“ ein echter Mädchenschwarm. Am Mittwochabend war Schauspieler Emilio Sakraya in Lünen. Zu einer Welturaufführung mit ihm in der Hauptrolle.

Lünen

, 22.11.2018, 09:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Emilio Sakraya ist zwar erst 22 Jahre alt, hat aber schon jede Menge Filmerfahrung. Neben den drei „Bibi und Tina“-Filmen drehte er unter anderem „Die siebte Stunde“ mit Jan Josef Liefers und einen Tatort mit Maria Furtwängler, der nächstes Jahr in der ARD läuft.

Sympathischer Gauner

Am Mittwochabend stellte der junge Berliner mit marokkanischen Wurzeln („meine Mutter stammt aus der Nähe der Hauptstadt Rabat“) seinen neuen Kinofilm „Kalte Füße“ bei der Eröffnungsgala des Lüner Kinofestes vor.

Darin spielt er einen sympathischen Gauner, der bei einem Einbruchversuch auf den Schlaganfall-Patienten Raimund (Heiner Lauterbach) trifft und von dessen Enkelin (Sonja Gerhardt) für einen Krankenpfleger gehalten wird.

Turbulente Komödie

Eine turbulente Komödie, geschrieben von Christof Ritter, inszeniert von Wolfgang Groos, die beide mit Sakraya in Lünen waren. „Kalte Füße“ kommt am 10. Januar ins Kino. Bei der Eröffnungsgala erlebten die Zuschauer also eine Welturaufführung. Und deshalb war nicht nur er nervös, sondern auch Regisseur Wolfgang Groos und Filmkomponist Helmut Zerlett (bekannt aus der Harald-Schmidt-Show).

„Ich möchte später so sein wie Heiner Lauterbach“

Filmkomponist Helmut Zerlett war auch in Lünen dabei. © Günter Blaszczyk

Für Emilio war es der erste Besuch beim Lüner Kinofest. Wolfgang Groos war schon vor einigen Jahren mit dem Film „Die Vampirschwestern“ beim Kinofest. Und erinnerte sich daran, als junger Volleyballer mal gegen den Lüner SV mit seiner Mannschaft aus der Nähe von Kassel das Finale der Deutschen Meisterschaft gewonnen zu haben. Für den Regisseur stand von vornherein fest, dass er gerne Heiner Lauterbach für die Rolle des Schlaganfall-Patienten Raimund haben wollte. „Er hat auch sofort zugesagt und er hat es großartig gemacht, schließlich redet er ja bis auf zwei Sätze gar nichts in dem Film.“

Erst Terminprobleme

Auch Sonja Gerhardt, die Lauterbachs Enkelin spielt, war eine Wunschbesetzung. Groos: „Aber erst klappte es wegen Terminschwierigkeiten nicht, sie ist ja schwer beschäftigt.“ Dann wurde der Dreh verschoben, er fragte noch mal nach und Sonja Gerhardt sagte zu.

Wollte die Rolle unbedingt haben

Emilio Sakraya wollte die Rolle des Kleinkriminellen Denis unbedingt haben, verriet er in Lünen. Bei einem längeren Casting setzte er sich durch. Der 22-Jährige wollte „schon immer Schauspieler werden“ und träumte als Kind davon, mal so berühmt zu sein wie Brad Pitt. „Ich bin ein wahnsinnig motivierter Mensch, ich brenne für den Beruf“, bekannte Emilio. Seinen berühmten Filmpartner Heiner Lauterbach kannte er schon vor den Dreharbeiten zu „Kalte Füße“. „Ich liebe ihn, wir haben schon mal miteinander gedreht, da hat er meinen Opa gespielt. Ich sage immer, wenn ich so alt bin wie Heiner, dann möchte ich genauso sein wie Heiner.“

Videoclip ist geplant

Der vielseitig talentierte junge Künstler hat gerade seine erste CD herausgebracht und wird demnächst einen Videoclip dazu drehen. „Ich bereite mich auch auf ein neues Projekt vor, aber darüber kann ich leider noch nichts sagen.“

Dagegen erzählte Regisseur Groos schon von seinem nächsten Film mit dem Titel „Enkel für Anfänger“, in dem wieder Heiner Lauterbach mitspielt, zusammen mit Maren Kroymann und Barbara Sukowa. „Wir drehen ab April ausschließlich in NRW.“

Wetter machte Ärger

Auch dafür schreibt wieder Helmut Zerlett die Musik. „Ich arbeite gerne mit Wolfgang Groos zusammen, hab für fast alle seine Filme die Musik geschrieben“, so der Musiker. Übrigens ist er auch an dem Abschluss-Film des Kinofestes mit beteiligt. Für „So viel Zeit“ coachte er die Schauspieler und produzierte die Musik.

Ganz nebenbei verriet Regisseur Wolfgang Groos noch, dass das Wetter ihm bei den Dreharbeiten zu „Kalte Füße“ fast einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte. „Wir brauchten viel Schnee, haben deshalb auch statt im Sauerland in Niederösterreich gedreht, wo 15 Jahre lang immer Schnee gefallen ist. Als wir Anfang des Jahres drehten, versank halb Europa im Schnee, nur am Drehort war nichts. Also mussten wir ganze LKW-Ladungen voller Schnee dorthin holen. Wir konnten ja schlecht später noch mal wiederkommen.“

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