Illegale Autorennen: Zwei junge Lüner von der Polizei auf frischer Tat erwischt

Dortmund am Wall

Den Rausch der Geschwindigkeit wollten zwei junge Lüner in Dortmund am Wall erleben. Sie starteten mit anderen Autofahrern zu illegalen Autorennen. Die endeten dann aber schnell.

Lünen

25.10.2019, 15:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Illegale Autorennen: Zwei junge Lüner von der Polizei auf frischer Tat erwischt

Zwei junge Lüner starteten in der Nacht zu Freitag in Dortmund am Wall zu illegalen Autorennen. © dpa

Beamte der Dortmunder Polizei sind in der Nacht zu Freitag (25.10.) gleich in zwei Fällen Zeugen eines mutmaßlichen illegalen Rennens geworden. Vier beschlagnahmte Führerscheine und Autos sind die Bilanz des Ganzen. Ein 20-jähriger Lüner war dabei besonders präsent.

Zunächst fiel den Polizisten am späten Abend ein junger Mann in einem BMW auf. Dieser war mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf dem Wall unterwegs - auch rote Ampeln verleiteten ihn dabei nicht zum Anhalten.

Doppelt so schnell unterwegs wie erlaubt

Nachdem die Beamten ihn erst aus den Augen verloren hatten, bemerkten sie ihn gegen 23.10 Uhr erneut. Im Bereich Schwanenwall/Brüderweg stand der BMW vor einer roten Ampel und neben einem zweiten BMW. Bei Grünlicht fuhren beide los, in Höhe der Bornstraße überholte der zweite BMW den erstgenannten mit geschätzten 100 km/h. Also doppelt so schnell wie es erlaubt ist.

Die Polizisten konnten den überholenden Wagen in Höhe der Brinkhoffstraße anhalten und im weiteren Verlauf des Abends auch das andere Auto.

Die Polizeibeamten beschlagnahmten die Führerscheine und die Autos der beiden jungen Männer. Es waren ein 20-Jähriger aus Lünen und ein 24-jähriger Dortmunder.

Zweites Rennen um 3 Uhr nachts

Der Lüner war, so die Angaben der Polizei, derjenige, den die Beamten als erstes festgestellt hatten - und offensichtlich hatte er die „Lust“ auf rasante Fahrten in dieser Nacht noch nicht verloren. Trotz der Begegnung mit der Polizei.

Gegen 3 Uhr ließ ein dritter BMW-Fahrer den Motor seines Wagens mehrfach aufheulen, als er auf dem Wall an einer roten Ampel stand.

Bei Grünlicht beschleunigte er stark auf über 100 km/h. Im weiteren Verlauf schloss sich ihm ein Audi an.

Nun waren beide Fahrzeuge hintereinander und mit hoher Geschwindigkeit auf dem Schwanenwall unterwegs - auch Rotlicht an einer Ampel war zunächst für die beiden Fahrer kein Hindernis.

In Höhe der Straße Burgtor musste das rasante Duo dann allerdings verkehrsbedingt an einer roten Ampel halten - und die Beamten nutzen die Gelegenheit dazu.

Erwischter 20-Jähriger war jetzt Beifahrer

Auch in diesem Fall beschlagnahmten sie die Führerscheine des 21-Jährigen aus Lünen und des 26-Jährigen aus Recklinghausen sowie deren Autos.

Außerdem gab es ein Wiedersehen für die Polizisten: Der 20-jährige Lüner, den die Beamten beim ersten mutmaßlichen Rennen erwischt hatten - saß nun als Beifahrer im Audi des 21-Jährigen.

Die Rennen werden weitere Folgen für die jungen Männer haben. Denn die Polizeibeamten fertigten natürlich entsprechende Anzeigen.

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