IG Metall fordert Garantien für Thyssenkrupp-Aufzugssparte

Im Ringen um die Zukunft der Aufzugssparte von Thyssenkrupp fordert die IG Metall verlässliche Zusagen für die Mitarbeiter. Bei den laufenden Tarifverhandlungen gebe es noch große Differenzen beim Thema Sicherung von Standorten und Beschäftigung, sagte der NRW-Bezirksleiter der Gewerkschaft, Knut Giesler, am Donnerstag. Thyssenkrupp prüft neben einem Börsengang auch Kaufangebote für den profitablen Unternehmensteil.

07.11.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
IG Metall fordert Garantien für Thyssenkrupp-Aufzugssparte

Der Fahrstuhlschacht von ThyssenKrupp im Dreischeibenhaus. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Die Gewerkschaft will bei Betriebsversammlungen an diesem Freitag die Mitarbeiter von Thyssenkrupp Elevator in Deutschland über den Verhandlungsstand informieren. Der kriselnde Stahl- und Industriekonzern will sich zumindest von Teilen des Aufzugsgeschäfts trennen, um Geld für den Umbau des Traditionsunternehmens zu bekommen.

Wöchentlich neue Meldungen über die Zukunft der Aufzugssparte verunsicherten die Beschäftigten massiv, sagte Giesler. „Es mag ja sein, dass aus unternehmerischer Sicht Gründe für jeden möglichen Deal gefunden werden“, fügte er hinzu. Es gebe aber 50 000 Gründe, davon 5 000 in Deutschland, nicht zu allem Ja zu sagen. „Das sind die Beschäftigten von Thyssenkrupp Elevator.“ Die Tarifverhandlungen werden nach Angaben der IG Metall für die 5000 Beschäftigten an den deutschen Standorten geführt.

Die Arbeitnehmervertreter dringen darauf, dass Thyssenkrupp eine Mehrheit an der Aufzugssparte behält. Auch die Chefin der Kruppstiftung, Ursula Gather, ist gegen einen Komplettverkauf. Es sei „für die Stiftung sehr sinnvoll, wenn sie an dem ertragreichsten Unternehmensteil Elevator zu einem möglichst großen Anteil beteiligt bleiben könnte“, hatte Gather der „FAZ“ gesagt. Die Stiftung ist der größte Aktionär von Thyssenkrupp.

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