Hygienemängel: Urteil gegen Gastronomen rechtskräftig

Nach der Verurteilung eines Gastronomen wegen Verstößen gegen das Lebensmittelrecht ist das Urteil jetzt rechtskräftig. Das Amtsgericht Detmold hatte den 54 Jahre alten Betreiber eines Restaurants in der Nähe des Freilichtmuseums Detmold im Dezember 2018 zu einer Geldstrafe von 7200 Euro verurteilt (160 Tagessätze zu 45 Euro). Staatsanwaltschaft und der Verurteilte hatten daraufhin Berufung eingelegt. Kurz nach dem Auftakt der Berufungsverhandlung am Dienstag am Landgericht Detmold zogen beide Seiten ihren Einspruch zurück. Grund: Der Restaurantbetreiber hatte erstmals eingestanden, wegen einer Krankheit den Überblick verloren zu haben. In der ersten Instanz hatte er noch jedes Problembewusstsein vermissen lassen.

10.09.2019, 16:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hygienemängel: Urteil gegen Gastronomen rechtskräftig

Das Amtsgericht Detmold. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Ein Gast hatte im Juni 2018 die Lebensmittelaufsicht des Kreises Lippe eingeschaltet. Er hatte in einer Fischsuppe eine Made gefunden. Zuvor hatte die Behörde bei Kontrollen mehrfach unhaltbare hygienische Zustände in Küche und Lagerräumen festgestellt. Dazu gehörten starke Verunreinigungen mit Lebensmittel- und Fettresten an Wänden und Böden sowie am Kochgeschirr. Zum Teil standen Tiefkühlwaren Zentimeter hoch in Auftauflüssigkeit. Mehrfach mussten nach den Kontrollen Lebensmittel vernichtet werden. Bereits 2018 hatte die Lebensmittelüberwachung den Betrieb stillgelegt.

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