Hygiene-Mängel: Reha-Klinik stellt Insolvenzantrag

Nach der angeordneten Schließung wegen hygienischer Mängel hat die Eifelhöhen-Klinik Marmagen Insolvenzantrag gestellt. Die Reha-Klinik habe „trotz derzeit hinreichender Liquidität“ Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt, teilte die Eifelhöhen-Klinik Aktiengesellschaft am Montag in Bonn mit. Die anderen Klinikstandorte der AG seien als eigenständige Gesellschaften nicht betroffen, hieß es.

04.11.2019, 19:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hygiene-Mängel: Reha-Klinik stellt Insolvenzantrag

Blick auf die Eifelhöhen-Klinik Marmagen. Foto: Hermann J. Knippertz/dpa/Archivbild

Die Bezirksregierung Köln hatte vergangene Woche die vorläufige Schließung der Eifelhöhen-Klinik Marmagen angeordnet. Grund dafür seien massive Hygienemängel, die zur Weiterverbreitung von Krankheitserregern führen könnten, hieß es. Betroffen sind nach Angaben des Kreises Euskirchen 200 Reha-Patienten.

Beanstandet wurden der Bezirksregierung zufolge verschmutzte Trinkwasserbehälter, ungenügende Schutzmaßnahmen gegen multiresistente Keime sowie falsche Lagerung und falscher Einsatz von Medizinprodukten wie Wundauflagen, Operations- oder Beatmungsprodukten. Mängel gab es den Angaben nach auch bei Desinfektions-Maßnahmen. Arzneimittel sollen nicht korrekt gelagert worden sein, zudem habe es Auffälligkeiten beim Brandschutz gegeben.

Die Eifelhöhen-Klinik Marmagen war für weitere Angaben zunächst nicht zu erreichen.

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