Hundesuchhilfe Schwerte und Umgebung hilft ehrenamtlich

Gruppe starker Frauen

Die Hundesuchhilfe Schwerte und Umgebung ist seit vier Jahren aktiv. Hinter der Gruppe stehen aktuell acht Frauen – selbst Hundebesitzerinnen und stets ehrenamtlich aktiv.

Holzwickede

, 08.01.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hundesuchhilfe Schwerte und Umgebung hilft ehrenamtlich

Die Hundesuchhilfe Schwerte und Umgebung ist bei Bedarf am einfachsten über Facebook zu erreichen. © Greis, Christian

Die Hundesuchhilfe Schwerte und Umgebung lässt sich über das soziale Netzwerk Facebook anschreiben und reagiert in kürzester Zeit. Vor vier Jahren habe man sich in Schwerte erstmals auf die Suche nach einem entlaufenen Hund begeben, daraus sei eine feste Initiative entstanden, so Mitgründerin Sabrina Bömelburg.

Die Gruppe setzt nicht nur auf Reichweite in den sozialen Netzwerken: Mitunter kommt auch eine Lebendfalle zum Einsatz. „Die können wir meist nur auf Privatgelände aufstellen, da gilt es viele Bestimmungen zu beachten“ sagt Bömelburg und lacht: „Auch wenn der Kern der Gruppe aus Frauen besteht – beim Aufstellen sind wir froh, dass wir unsere Männer haben.“

Professionelles Equipment kommt zum Einsatz

Legen die Helferinnen vor Ort Futterstellen aus, dann werden auch Wildkameras platziert, um sicherzustellen, dass es sich beim Fressgast auch um einen gesuchten Hund handelt. Auch ein Chiplesegerät gehört zur Ausrüstung, um die Besitzer ausfindig zu machen.

In der Vergangenheit hat man auch mit einem Profi kooperiert, dessen Trailerhund die Fährten von Hunden aufnahm. „Den müssen Betroffene aber bezahlen“, sagt Sabrina Bömelburg. Weil ihre Gruppe rund um Silvester gleich drei Hunde suchte, war ein erfolgreich: Es meldeten sich neue Helfer, darunter auch eine Herdeckerin mit einem Trailerhund. Der kam kostenfrei auch in Holzwickede zum Einsatz.

Hilfe bei der Suche ist immer kostenlos

„Unser Einsatz ist immer kostenlos. Wir machen alles ehrenamtlich“, sagt Sabrina Bömelburg. Rund um Silvester würden sich vermehrt Hunde durch Böller erschrecken und fliehen. „Auch ich würde meine Hündin rund um Silvester nie ohne Leine führen“, sagt Bömelburg.

Die Erfolgsquote für Suchen sei schwierig zu beziffern. Marleys Suche endete tragisch. Ein weiterer an Silvester entlaufener Hund wurde noch am selben Tag auf der B236 überfahren. In Jacky aus Unna hat ein dritter Hund wieder nach Hause gefunden. „Es kommt auf die Umstände an, aber ich würde die Erfolgsquote bei 70 zu 30 sehen“, sagt die Schwerterin.

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