Hund beißt Kleinkind: Tante und Mutter erfanden Geschichte

Überraschende Wende im Fall eines Hundes, der in Duisburg ein Kleinkind ins Gesicht gebissen hat: Das Tier stammte nicht von einem unbekannten Mann in einem Park, sondern von der Tante des zwei Jahre alten Jungen. Die Frau habe am Donnerstag den Ermittlern gesagt, dass es der Dobermann eines Bekannten war und sie in ihrer Wohnung auf das Tier aufgepasst habe, teilte die Polizei mit. Aus welchen Motiven die Tante zugab, zunächst gelogen zu haben, teilten die Beamten nicht mit.

19.09.2019, 13:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hund beißt Kleinkind: Tante und Mutter erfanden Geschichte

Ein Blaulicht am auf dem Dach eines Polizeiwagens. Foto: Friso Gentsch/Archivbild

Nach den neuen Angaben der Tante habe der Hund am vergangenen Sonntag in der Küche der Wohnung den Jungen gebissen, als die 42-Jährige gerade ein Mittagessen vorbereitete. Mit der 39 Jahre alten Mutter habe sie dann den Zweijährigen in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr hatte nicht bestanden, Bisswunden mussten genäht werden.

Sowohl dem Vater des Kleinkindes als auch der Polizei hatten die Frauen ursprünglich erzählt, dass es in einem Park zu dem Vorfall gekommen sei. Ein Mann habe den Hund an einer langen Leine geführt. Die Polizei hatte am Montag darüber berichtet. In der Folge seien in den sozialen Medien Hundehalter aus der Nachbarschaft zu Unrecht verdächtigt worden, teilten die Beamten nun mit.

Die Frauen müssen jetzt laut Polizei mit einem Verfahren wegen Vortäuschens einer Straftat rechnen. Der Tante droht zudem eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

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