Eine Lösung, die keine ist

Kommentar

Viele Menschen haben viele Unterlagen studiert - und herausgekommen ist eine Lösung, die keine ist. Unsere Autorin Britta Linnhoff kommentiert den politischen Beschluss zur Holtgrevenstraße.

Lünen

, 29.11.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Parkplätze weg, Bäume schützen, Gehwege sanieren: klare Ansage der Verwaltung für die Holtgrevenstraße. Nachdem zwei Ratsausschüsse getagt haben, ist klar: So kommt es nicht - zumindest vorerst einmal nicht.

Der Grund: Die beiden beschließenden Ausschüsse legen sich quasi gegenseitig lahm. Der Beschluss des einen torpediert den des anderen - und hinterlässt Unzufriedene in beiden Lagern, von der Verwaltung mal ganz abgesehen. Arnold Reker, Technischer Beigeordneter, war der Unmut über die Beschlusslage deutlich anzumerken. Absolut nachvollziehbar, denn der Handlungsrahmen, den die Politik ihm jetzt vorgibt, ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Es ist so, als würde man etwas anfangen, aber nicht zu Ende bringen. Für den Beobachter im Rathaus schien es so, als sei diese Erkenntnis direkt nach der Abstimmung auch bei den Beteiligten angekommen. Aber da war es zu spät. Das ist nicht nur blöd für die Holtgrevenstraße, sondern irgendwie auch für die Politik: Denn die verliert an Akzeptanz, wenn es so kommt, wie es kam. Dass wir uns nicht missverstehen: Ich habe großen Respekt vor allen, die sich Stunde um Stunde beraten, um vor Ort etwas voranzubringen. Dass es dann irgendwie so ganz ohne Abstimmung zwischen den Ausschüssen abläuft, ist schade; zumal es vor kurzem schon einmal solche Probleme bei der Beschlussfassung für die Dortmunder Straße gab.

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