Hohe Kosten für CO2-Zertifikate belasten Uniper

Höhere Kosten für CO2-Zertifikate und der Wegfall positiver Sondereffekte im ersten Halbjahr haben deutliche Spuren in der Bilanz des Kraftwerksbetreiber Uniper hinterlassen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) des Konzerns halbierte sich in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr auf 308 Millionen Euro, wie Uniper am Donnerstag mitteilte.

08.08.2019, 12:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hohe Kosten für CO2-Zertifikate belasten Uniper

Das Logo des Kraftwerkbetreibers Uniper. Foto: Marius Becker/Archivbild

Negativ entwickelten sich vor allem die Sparten Europäische Erzeugung und Globaler Handel. Hier führten unter anderem geringere Produktionsmengen und fehlende Erträge aus Rückstellungsauflösungen zu einem schlechteren Ergebnis. Das russische Stromerzeugungsgeschäft konnte dank höherer Strompreise und gestiegener Erzeugermengen zwar zulegen, den Rückgang aus den anderen Sparten allerdings nicht ausgleichen.

Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern jedoch eine positivere Entwicklung. Daher hält das Unternehmen auch am bisherigen Ergebnis- und Dividendenausblick für 2019 fest. Vor allem das Russland- und das Gasgeschäft zeigten deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr, erklärte Finanzvorstand Sascha Bibert. Höhere Erwartungen habe er in der zweiten Jahreshälfte auch an das Geschäft mit Wasser- und Kernkraftwerken.

Der Uniper-Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 2 Prozent auf 36,72 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss lag mit 925 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr. In den ersten sechs Monaten 2018 waren die Düsseldorfer mit 546 Millionen Euro in die Verlustzone gerutscht. Grund waren negative Bewertungseffekte aus Rohstoff-Derivaten, mit denen Uniper das Strom- und Gasgeschäft gegen Preisschwankungen absichert.

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