Hoffnung auf mehr als 100 neue Arbeitsplätze

dzArbeiten und Wohnen

Bürgermeister Mario Löhr macht es spannend. „Wir stehen kurz vor Vertragsabschluss“, sagt er: in der Ratssitzung: eine gute Nachricht für alle Arbeitssuchenden, wenn es denn so weit kommt.

Selm

, 23.12.2018 / Lesedauer: 3 min

Seinen „Rückblick auf ein spannendes Jahr 2018“ hat Bürgermeister Mario Löhr am Donnerstagabend mit einem optimistischen Ausblick beendet: Ein großes Unternehmen wolle sich in Selm ansiedeln und mehr als 100 Arbeitsplätze schaffen. „Wir stehen kurz vor Vertragsabschluss.“

Löhr gesteht einen Fehler der Politik ein

Über die laufenden Verhandlungen für eine Neuansiedlung an der Werner Straße hatte Löhr im zu Ende gehenden Jahr immer wieder Mal gesprochen. Was lange vage klang, scheint jetzt konkret zu werden. Wenn alles so laufe wie geplant, „können wir am besten schon in der Sonderratssitzung am 31. Januar den Aufstellungsbeschluss für das neue Industriegebiet fassen“. Dass dann überhaupt eine Sonderratssitzung stattfindet, hat mit einer anderen Planung zu tun. Dabei geht es nicht um das Arbeiten, sondern um das Wohnen - und um die Korrektur eines politischen Fehlers laut Löhr.

Klage der Bürgerentscheid-Initiatoren ist kein Thema

„Auch wenn das Positive überwiegt“, so der Bürgermeister: Einen Fehler räumt er im Rückblick auf das Jahr ein. Dabei geht es um die Lutherschule. „Die Diskussion mit den Anwohnern hätten wir eher führen sollen“, so Löhr, deutlich vor den politischen Beschlüssen. Von dem erfolgreichen Bürgerentscheid, der die umstrittenen Abbrucharbeiten nicht aufhalten konnten, spricht Löhr nicht. Ebenso nicht von der noch laufenden Klage der Initiatoren des Entscheids beim Verwaltungsgericht Gelsenkirchen. Löhr blickt stattdessen n die Zukunft: auf den geplanten Neubau auf dem inzwischen abgeräumten Grundstück der Lutherschule. In einer Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses werde die Unnaer Kreis- Bau-und Siedlungsgesellschaft ihr Vorhaben öffentlich vorstellen.

Auf dem Lutherschulgelände will die UKBS das Mehr-Generationen-Wohnen-Projekt der Stadt Selm umsetzen mit 22 Wohnungen in zwei Gebäuden, wie das Unternehmen auf seiner Homepage schreibt. Im September war noch von 30 Wohnungen die Rede. Dieser erste Entwurf war allerdings wegen der Größe der Gebäudekörper auf Kritik im Fachausschuss gestoßen. Die UKBS hatte daraufhin umgeplant. Ursprünglich wollte sie den neuen Entwurf im November vorstellen.

„Wir setzen auf Wachstum“

Weit mehr Wohnungen - nämlich 103 bis 105 - entstehen zurzeit am Campusplatz. Dort errichten die Wohnungsbaugesellschaft und der Bauverein zu Lünen Mehrfamilienhäuser. Außerdem bereits in Planung: das Baugebiet zwischen Münsterlandstraße und Auenpark. Neue Angebote zum Wohnen, Arbeiten und für die Freizeit machten Selm für Neubürger attraktiv, so Löhr. „Wir setzen auf Wachstum.“ Das sei zwar ein Risiko, räumt er ein, „aber gleichzeitig eine Chance, nachdem sich hier Jahrzehnte lang nichts getan hatte.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Verwaltungsgericht

Klage gegen Tankstellenbau in Selm: So hat das Verwaltungsgericht jetzt entschieden

Hellweger Anzeiger Dreharbeiten

Drohnen kreisen über Cappenberg: Dreharbeiten zu neuem Film rufen Polizei auf den Plan

Hellweger Anzeiger Kreisstraße

So viele Hinweiszettel hat die Stadt bislang an Falschparker auf der Kreisstraße verteilt

Meistgelesen