Höhere Strafe für versuchten Betrug mit Bugatti Chiron

Weil er mit gefälschten Bankauskünften einen millionenschweren Sportwagen Bugatti Chiron bestellt hat, hat das Düsseldorfer Landgericht die Strafe für einen Informatiker erhöht. Dabei hatte der Mann laut Finanzauskunft keine Millionen, sondern „Miese“ auf dem Konto. In erster Instanz war der 55-Jährige wegen versuchten Betrugs in Millionenhöhe zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden und dagegen in die Berufung gezogen. Damit hatte er sich verkalkuliert, denn das Landgericht erhöhte die Strafe am Dienstag auf 14 Monate - wiederum zur Bewährung.

27.08.2019, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Höhere Strafe für versuchten Betrug mit Bugatti Chiron

Beim Genfer Autosalon 2018 wurde der Bugatti Chiron Sport präsentiert. Foto: Uli Deck/Archivbild

Der 55-Jährige hatte einem Autohändler vorgegaukelt, Multimillionär zu sein. Man möge ihm doch bitte eines der seltenen Fahrzeuge für 4,8 Millionen Euro besorgen. Schließlich behauptete er, den Kaufbetrag bereits überwiesen zu haben. Der Autohändler wurde stutzig, überprüfte die Bankauskünfte und erstattete Anzeige. An einem Termin im Autohaus mit dem Möchtegern-Millionär hatten zwei als Mechaniker getarnte Polizisten teilgenommen.

Womit er den Wagen bezahlen wollte, konnte der Angeklagte nicht erklären. Am Dienstag wartete er vergeblich mit einem neuen Erklärungsversuch auf: Er habe den Bugatti nicht kaufen, sondern mit der Bestellung nur die Zahlungsfähigkeit englischer Investoren überprüfen wollen. Der Bugatti Chiron hat 1500 PS, vier Turbolader, acht Liter Hubraum, 16 Zylinder und ist gedrosselt auf 420 Stundenkilometer.

Weitere Meldungen
Meistgelesen