Historiker haben Opferzahl für NS-Pogromnacht ermittelt

Wie viele Menschen beim Novemberpogrom 1938 im Deutschen Reich starben, steht auch 80 Jahre danach noch immer nicht fest. Für das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen ist nun aber eine belastbare Zahl ermittelt worden.

05.11.2018, 02:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

80 Jahre nach dem Novemberpogrom der Nazis haben Historiker die Zahl der Todesopfer für das Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalen ermittelt. Die Ergebnisse des landesweiten Forschungsprojekts sollen an diesem Montag (14.00) in Düsseldorf vorgestellt werden. Für das gesamte Gebiet des Deutschen Reichs hatte das NS-Regime damals intern 91 Morde festgehalten. Inzwischen wird die Zahl der Toten auf 1000 bis 1500 geschätzt.

Das Forschungsprojekt war in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung entstanden. Im Juni hatten die Historiker eine Zwischenbilanz vorgestellt: 120 bis 130 Todesfälle waren damals bereits allein für das Rheinland, Westfalen und Lippe verbürgt. Die Forscher hatten 430 Stadtarchivare in NRW angeschrieben. Am kommenden Freitag (9. November) jährt sich das Novemberpogrom von 1938 zum 80. Mal. Damals wurden Synagogen zerstört, tausende Wohnungen, Läden und Arztpraxen verwüstet.

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