Hier in Geisecke sollen 60 neue Häuser entstehen

dzNeubaugebiet Westfelde

Im Rathaus liegen Pläne für das Neubaugebiet "Im Westfelde" aus. Wir haben nachgesehen, was dort gebaut werden kann und wer dort bauen will.

Schwerte

, 16.10.2019, 13:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Pläne für das Neubaugebiet "Im Westfelde" in Schwerte-Geisecke nehmen Form an. Nachdem die erforderlichen Gutachten erstellt wurden, hat die Stadt nun die Pläne im Planungsamt ausgelegt. Noch bis zum 21. Oktober können die Bürger die Dokumente einsehen und Anregungen einbringen.

Die drei Hektar große Fläche im Westen von Geisecke wird aktuell noch landwirtschaftlich genutzt, bald sollen dort circa 60 Wohngrundstücke entstehen. Der Entwurf sieht eine maximal zweigeschossige Bebauung plus Dachgeschoss vor, die in Form von Einzel- und Doppelhäusern, aber auch als Hausgruppen errichtet werden. Zusätzlich sind öffentlich geförderte Wohnungen möglich.

Die Pläne der Stadt sind aktuell jedoch als "Angebot" zu verstehen. So sind die grundlegenden "städtebaulichen Elemente" wie Gebäudehöhe und überbaubare Bereiche verbindlich, über die genaue Gestaltung des Wohngebietes entscheidet am Ende aber der Grundstückseigentümer. Fest steht: westlich des Wohngebietes soll eine Streuobstwiese als ökologische Ausgleichsfläche entstehen.

Verkehrsgutachten empfiehlt seperaten Radweg

Das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten ergab, dass der zusätzliche Anwohner-Verkehr von der südlich befindlichen Dorfstraße kompensiert werden kann, empfiehlt aber zusätzlich den Bau eines Fuß-und Radweges in Richtung Westen, der dann an den bestehenden Radweg zur Kernstadt angeschlossen wird.

Hier in Geisecke sollen 60 neue Häuser entstehen

Das Verkehrsgutachten sieht eine Planstraße sowie einen seperaten Fuß- und Radweg vor. © Planersocietät

Lärmschutzwand gegen Bahnlärm

Das Lärmschutzgutachten nennt die Bahnstrecke im Norden des Wohngebietes als maßgebliche Lärmquelle. Aus diesem Grund soll eine 4,5 Meter hohe Lärmschutzwand gebaut werden, um die gesetzlichen Grenzwerte einzuhalten. Zwischen der Wand und der Bahnstrecke sind als "Puffer" ein öffentlicher Parkplatz oder Gemeinschaftsstellplätze denkbar.

Das artenschutzrechtliche Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass "ein Vorkommen planungsrelevanter Arten im Eingriffsbereich" nicht zu erwarten sei. Aufgrund der Lage zwischen Wohngebiet und Bahnstrecke ist das Gelände für diese Tiere größtenteils uninteressant.

Für die Viehzucht 120 Meter südwestlich des Neubaugebietes wurde eine Geruchsabschätzung erstellt. Dort wurden keine außergewöhnlichen Geruchsbelastungen festgestellt.

Grundstücksunternehmen trägt die Kosten

Kosten für das Neubaugebiet wird die Stadt übrigens keine tragen müssen. Sämtliche Kosten für Planung, Erschließung und Bauvorhaben sollen per Vertrag von dem "Vorhabenträger" übernommen werden, in diesem Fall die beta Eigenheim- und Grundstücksverwertungsgesellschaft aus Bergkamen. Die plant auch das ehemalige Becker und Fleer Gelände an der Wilhelmstraße mit Wohnungen zu bebauen.

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