Hier gibt‘s in Lünen bisher nur langsames Internet - das soll sich bald ändern

dzInteraktive Karte

Der Gesamt-Blick auf Lünen sieht gut aus. Der Großteil der rund 90.000 Einwohner sollte über schnelles Internet verfügen. Es gibt aber noch weiße Flecken. Das soll sich bald ändern.

Lünen

, 12.02.2020, 19:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie wichtig das Thema Breitbandausbau ist, sieht man schon beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Auf dessen Homepage gibt es den sogenannten Breitbandatlas. Eine Karte, auf der man für ganz Deutschland gucken kann, wie schnell das Internet ist, das dort verfügbar ist. Haus für Haus.

Die Ergebnisse für Lünen sind gut: 98 Prozent der Bewohner können auf eine 50Mbit/s-Leitung zurückgreifen, 92 Prozent sogar auf 200. Zur Erklärung: Bei einer Geschwindigkeit von 8 Mbit/s (Megabit pro Sekunde) kann man ein Megabyte pro Sekunde herunterladen. Ein Musikstück ist in der Regel rund drei Megabyte groß.

Die Lüner Werte im Kreis-Vergleich

Die Lüner Werte sind auch im Kreisvergleich gut. Kreisweit haben laut Breitbandatlas 93 Prozent Zugriff auf eine 50 Mbit-Leitung, nur 83 Prozent auf eine 200er-Leitung.

Dennoch: Auch in Lünen gibt es Orte, an denen die Verbindung eigentlich schneller sein müsste.

Die Grenze wird bei einer Geschwindigkeit von 30 Mbit/s festgesetzt - ab dann kann die Stadt nämlich Förderung zum Ausbau der Leitungen beantragen. Genau das hat die Stadt Lünen gemacht und dafür ein sogenanntes „Markterkundungsverfahren“ durchgeführt. Heraus kam eine Karte, die eben jene „weiße Flecken“ mit der schlechten Internetverbindung zeigt.

Wir zeigen hier nicht jeden einzelnen Punkt, sondern die größeren Gebiete, in denen die Leitungen ausgebaut werden sollen. Einzelne Anschlüsse, deren Geschwindigkeit noch zu schlecht ist und die ausgebaut werden sollen, liegen im gesamten Stadtgebiet verteilt. Die eingetragenen Gebiete sind außerdem aus Datenschutzgründen etwas gröber eingezeichnet worden.

Die Stadt selbst hat ein Interesse an der Beseitigung dieser weißen Flecken und deshalb den Förderantrag gestellt. „Eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung für alle Bürgerinnen und Bürger sowie für die Unternehmen in Lünen ist unerlässlich. Nicht zuletzt ist eine gute Internetversorgung auch ein Standortfaktor“, sagt Stadtsprecher Benedikt Spangardt. Eine Entscheidung über den Antrag erwartet die Stadt noch 2020.

Die beantragte Förderung, ergänzt Spangardt, sehe ausschließlich eine Glasfaser-Verbindung vor. Damit bekommen die Haushalte, die jetzt noch schlecht versorgt sind, die vom jetzigen Standpunkt aus einzige tatsächlich zukunftssichere Technologie.

Die basiert nämlich auf der Übertragung von Licht und ermöglicht damit Geschwindigkeiten bis zu 1000 Mbit/s. Beim Ausbau dieser Technik steckt ganz Deutschland noch in den Kinderschuhen, auch in Lünen gibt‘s nur wenige Bereiche, die über Glasfaser-Anschlüsse verfügen. Der Breitbandatlas zeigt eine größere Gegend in Nordlünen. Die Daten dort seien allerdings nicht vollständig, sagt Spangardt.

Lesen Sie jetzt