Henkel senkt nach enttäuschendem Quartal die Jahresprognosen

Der Konsumgüterkonzern Henkel wird für das laufende Geschäftsjahr pessimistischer. Das Unternehmen erwarte keine Belebung der industriellen Nachfrage mehr, teilte Henkel am Dienstag in Düsseldorf bei der Vorlage der Zahlen zum zweiten Quartal mit. Zudem entwickele sich das Geschäft mit Haar- und Hautpflege enttäuschend. Die Aktien fielen im vorbörslichen Handel um mehr als 5 Prozent.

13.08.2019, 08:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die konjunktursensible Klebstoffsparte leidet derzeit unter der Schwäche in der Automobilindustrie. Das Geschäft mit Haut- und Haarpflege mit Marken wie Schwarzkopf oder Syoss ist einem hohen Konkurrenzdruck in den reifen Märkten, insbesondere in Europa ausgesetzt. Zudem belastet in China der Abbau von Lagerbeständen. Höhere Kosten für Marketing und Vertrieb nagen am Gewinn. Rund läuft lediglich das Geschäft mit Wasch- und Reinigungsmitteln wie etwa Persil, Somat oder Sidolin, wobei sich die Entwicklung im zweiten Quartal deutlich abschwächte.

Henkel erwartet nun für 2019 ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von im günstigsten Fall 2 Prozent. Dabei sind Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufe herausgerechnet. Im schlechtesten Fall dürfte die Entwicklung stagnieren. Der Konzern war zuvor von einem Plus von 2 bis 4 Prozent ausgegangen. Die Prognose für die bereinigte Umsatzrendite bekräftigte Henkel.

Im zweiten Quartal stagnierte der Umsatz bei 5,1 Milliarden Euro, organisch musste das Unternehmen einen Rückgang von 0,4 Prozent hinnehmen. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sank von 926 Millionen Euro auf 846 Millionen Euro und fiel schlechter aus als von Analysten erwartet.

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