Harry-Brot darf Wittener Werk von Kronenbrot übernehmen

Die Großbäckerei Harry-Brot darf den Standort Witten ihres insolventen Konkurrenten Kronenbrot übernehmen. Das hat das Bundeskartellamt entschieden. Harry-Brot sei zwar mit Marktanteilen von über 30 Prozent neben der Großbäckerei Lieken einer der beiden Marktführer bei abgepacktem Brot, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt am Dienstag laut Mitteilung. Trotzdem sei die Übernahme aus wettbewerblicher Sicht unproblematisch, da die Kunden der Großbäckereien die nachfragestarken Einzelhandelsketten seien. Diese hätten auch nach der Fusion hinreichende Ausweichalternativen.

24.09.2019, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Harry-Brot darf Wittener Werk von Kronenbrot übernehmen

Die Großbäckerei Harry-Brot darf den Standort Witten ihres insolventen Konkurrenten Kronenbrot übernehmen. Foto: M. Becker/Archivbild

Kronenbrot mit Produktionsstandorten in Witten, Würselen und Köln hatte zum 31. Juli den Betrieb eingestellt. Die Übernahme des Wittener Werks, wo Toast- und Sandwichbrot gebacken wird, hilft aber nur einem kleinen Teil der Kronenburg-Beschäftigten. In Witten will Harry-Brot nach Angaben einer Sprecherin 46 der ehemals rund 80 Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Insgesamt hat Kronenbrot nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters knapp 1000 Mitarbeiter. Harry-Brot hatte 2018 mit rund 4400 Mitarbeitern einen Umsatz von gut einer Milliarde Euro erzielt.

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