Hansa-Chef nach Spruchband-Skandal: Alle müssen aufstehen

Hansa Rostocks Vorstandsvorsitzender Robert Marien hat die Mitglieder des Fußball-Drittligisten aufgefordert, Stellung im Hinblick auf den Skandal um das pietätlose Spruchband einiger Fans zu beziehen. „Eine Diskussion muss entstehen. Es kann nicht sein, dass ein Einzelner aufsteht, sondern das muss von allen kommen. Jedes Mitglied soll sagen, was es von solchen Aktionen hält“, sagte Marien am Montag in Rostock. Die Diskussion soll auf der turnusmäßigen Mitgliederversammlung am 25. November geführt werden.

29.10.2018, 21:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hansa-Chef nach Spruchband-Skandal: Alle müssen aufstehen

Robert Marien auf einer Pressekonferenz im Ostseestadion Rostock. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv

Hansa-Anhänger hatten am Samstag im Ostseestadion beim Heimspiel gegen Fortuna Köln (3:1) ein Spruchband präsentiert mit der Aufschrift „Kennzeichnungspflicht für Silvio Bamberg“. Bamberg war ein Polizist, der nach Club-Informationen vor einigen Wochen bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Fußball-Fans fordern die Kennzeichnung von Polizisten mit Nummern, die bei Fußball-Spielen eingesetzt werden, um diese identifizieren zu können.

Der Club ist nach den Vorkommnissen um Kontakt mit der Familie bemüht. „Wir telefonieren mit der Polizei, wie man mit der Witwe kommunizieren kann und ob man etwas für die Familie tun kann. Da muss man jedoch sehr behutsam vorgehen“, sagte Hansas Vorstandschef. Der Verein begrüße die Ermittlungen der Polizei. „Das unterstützen wir ganz klar“, betonte Marien. Die Polizei hat laut Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, ein Strafverfahren wegen Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener eingeleitet.

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