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Handwerksbetrieb Feldmann hat ein Zahlungsproblem

Elektro Feldmann

Eigentlich hat Elektro Feldmann genug zu tun. Doch der Geldfluss stockt. Fachleute nennen das Liquiditäts-Engpass. Der führte zur vorläufigen Insolvenz. Doch es gibt Hoffnung.

Werne

, 08.08.2018
Handwerksbetrieb Feldmann hat ein Zahlungsproblem

Rund 50 Stromkästen stellt die Firma Feldmann zu Sim-Jü auf. Für die Stromrechnung geht das Unternehmen in Vorleistung, muss sich die Kosten von den Schaustellern zurückholen. © Vanessa Trinkwald

Ausreichend Aufträge, aber hohe Außenstände. Das ist laut Insolvenzverwalter Walter Fohrmann aus Werne das Hauptproblem von Inhaber Stefan Feldmann. Fohrmann: „Unser Ziel ist es, den Betrieb auf jeden Fall weiterzuführen.“

Ein Schuldner der Firma hatte den Antrag auf vorläufige Insolvenz gestellt, welche das Amtsgericht Dortmund Ende Juli anordnete. Nach Durchsicht der Unterlagen sieht Insolvenzverwalter Fohrmann gute Chancen, den Betrieb mit drei Mitarbeitern zu retten.

Optimismus im Insolvenzverfahren Feldmann

Ein Umstand für seinen Optimismus ist der bereits erfolgte Umbau des Unternehmens mit entsprechenden Kostenreduzierungen. „Die Maßnahmen, die Herr Feldmann in der Vergangenheit ergriffen hat, funktionieren“, sagt Fohrmann.

Zu dem Engpass flüssiger Mittel führten zwei Umstände. Einerseits erhielt die Firma keine Kredite, andererseits zahlten Kunden zu zögerlich oder gar nicht ihre Rechnungen. Beispiel Sim-Jü: Elektro Feldmann ist für die Stromversorgung zuständig. Die Kosten für die Elektrizität trägt zunächst das Unternehmen, holt sich die Summen dann von den einzelnen Schaustellern zurück. Fohrmann: „Manche Schausteller zahlen direkt bar, manche aber eben nicht.“

Elektro Feldmann versorgt Sim-Jü mit Strom

Fohrmann wolle nun gemeinsam mit Stefan Feldmann das Gespräch mit der Stadt Werne suchen, um die künftige Zusammenarbeit bei Sim-Jü 2018 zu sichern. Denn: „Der Geschäftsbetrieb“, sagt Fohrmann, „geht in vollem Umfang weiter“.