Hambacher Forst: Polizei zieht ab

An diesem Montag soll im Hambacher Forst wieder Ruhe einkehren - jedenfalls nach dem Willen von NRW-Innenminister Herbert Reul. Die Polizei zieht dann ab. Doch die Klima-Aktivisten wollen keinesfalls die Hände in den Schoß legen.

08.10.2018, 02:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hambacher Forst: Polizei zieht ab

Aktivisten bauen im Hambacher Forst neue Häuser in den Bäumen. Foto: Ina Fassbender

Nach wochenlangem Einsatz soll die Polizei heute aus dem Hambacher Forst abziehen. „Ich finde, es ist jetzt an der Zeit, dass im Wald Ruhe, Ordnung und Frieden einkehren“, hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Sonntag in Düsseldorf mitgeteilt. „Die Polizei wird ihren Teil dazu beitragen und die Hundertschaften bereits morgen früh aus dem Hambacher Forst abziehen.“ Er hoffe sehr, dass die Umweltschützer dies nicht dazu nutzten, neue Baumhäuser und Barrikaden zu errichten.

Eben dies geschieht aber schon. Bereits am Sonntag entstanden in dem Wald bei Köln wieder neue Baumhäuser. Zuvor hatten Aktivisten bei der großen Anti-Kohle-Demonstration am Samstag zur Wiederbesetzung des Waldes aufgerufen. Noch bis Dienstag hatte die Polizei mit Millionenaufwand 86 Baumhäuser geräumt und abgebaut. Am Freitag verfügte das Oberverwaltungsgericht Münster aber einen vorläufigen Rodungsstopp. Damit seien Rodungen mindestens für die kommenden zwei Jahre vom Tisch, sagte Reul am Sonntag. Der Energiekonzern RWE hatte einen großen Teil des noch bestehenden Waldes abholzen wollen, um dort Braunkohle abzubauen.

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