Hambach-Konflikt: RWE-Chef erwartet Unterstützung aus Berlin

RWE-Chef Rolf Martin Schmitz wünscht sich im Konflikt um den Hambacher Forst mehr Rückendeckung der Politik. Erst durch die Verbindung mit der Kohlekommission seien die geplanten Rodungen des Hambacher Walds zu einem überregionalen Thema geworden, sagte Schmitz der Deutschen Presse-Agentur. „Ich hätte mir von der Bundesregierung Unterstützung dahingehend erwartet, dass man die langfristig angelegte Arbeit der Kommission klar trennt von unseren kurzfristigen betrieblichen Vorgängen in Nordrhein-Westfalen“, sagte er mit Blick auf die Kohlekommission, die im Auftrag der Bundesregierung den Kohleausstieg vorbereitet.

01.11.2018, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Hambach-Konflikt: RWE-Chef erwartet Unterstützung aus Berlin

Rolf Martin Schmitz, Vorstandsvorsitzender der RWE AG, spricht mit Journalisten der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Foto: Kay Nietfeld/Archiv

RWE will die Braunkohle unter dem Hambacher Forst abbaggern und dafür Wald roden. Dagegen gibt es heftigen Protest. Ein Gericht hat die Rodung vorerst gestoppt. Klimaschützer in der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“, wie die Kohlekommission heißt, hatten den Ausstieg aus den Verhandlungen erwogen, wenn RWE nicht einlenkt. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hatte „alle Seiten“ vor „Störfeuern“ gewarnt - unter anderem der BUND hatte argumentiert, dass der Kohleausstieg die Rodung überflüssig machen könne, RWE hält das für ausgeschlossen.

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