Hacker-Affäre: Ex-Agrarministerin schildert Ängste

Die nordrhein-westfälische Ex-Agrarministerin Christina Schulze Föcking (CDU) hat die Verwirrung um einen vermeintlichen Hackerangriff mit damaligen Bedrohungen erklärt. In den Tagen vor den damals zunächst unerklärlichen Bildern auf ihrem heimischen Fernseher habe sie Hassmails und eine Todesdrohung erhalten, bekräftigte die 42-jährige Landtagsabgeordnete am Montag im Untersuchungsausschuss zur Hacker-Affäre im Düsseldorfer Landtag.

26.11.2018, 02:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im vergangenen März waren auf ihrem privaten Fernseher plötzlich Aufnahmen aus einer Fragestunde im Landtag zu sehen, in der es um die umstrittene Schweinehaltung im Betrieb der Familie ging. Daraufhin war der Staatsschutz eingeschaltet worden. Später entpuppte sich der vermeintliche Hacker-Angriff jedoch als technischer Bedienungsfehler.

Schulze Föcking zitierte im Ausschuss aus obszönen, brutalen Schreiben an sie und beschrieb die damals von Angst und Hetze geprägte Atmosphäre für sie und ihren Mann, die beiden minderjährigen Söhne und ihre Eltern als „Alptraum für die Familie“. Daher sei sie von einem Hacker-Angriff ausgegangen. Sie räumte aber erneut ein, dass sie zumindest die Spitzen der Landtagsfraktionen früher über die zu erwartende Einstellung der Ermittlungen hätte unterrichten können, nachdem sich der Verdacht nicht bestätigt hatte.

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