Gymnasiasten messen sich aus Spaß in der langen Nacht der Mathematik

RTG und FBG

Was ist freitagnachts in der Penne los? Klar, da werden Mathe-Probleme gelöst - zumindest an den Schwerter Gymnasien. Man glaubt es kaum, aber die Schüler rechnen aus Spaß an der Freude.

Schwerte

26.11.2018, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gymnasiasten messen sich aus Spaß  in  der langen Nacht der Mathematik

Die Schüler lösten die meisten Aufgaben während der langen Nacht der Mathematik gemeinsam.Paulitschke © Bernd Paulitschke

Schüler der fünften und sechsten Stufe stehen am Freitagabend gespannt vorm Computer und geben die letzte Antwort ein. Als alle Felder grün aufleuchten, brandet Jubel auf und die ersten laufen los, um ihren Mitschülern Bescheid zu sagen. Denn sie gehören zur ersten Gruppe, die an diesem Abend Stufe 2 der „langen Nacht der Mathematik“ erreicht hat. An beiden Schwerter Gymnasien fand von Freitag, 18 Uhr, bis Samstag, 8 Uhr, die „lange Nacht der Mathematik in Schwerte“ statt.

Am Ruhrtal-Gymnasium machten 101 Schüler mit. Sie mussten dabei drei Stufen mit jeweils zehn Mathematikaufgaben lösen. „In dieser Nacht geht es nur um den Spaß an der Mathematik und das gemeinsame Übernachten in der Schule, wobei natürlich nicht geschlafen, sondern gerechnet wird“, erzählt die Organisatorin und Mathematiklehrerin Nicole Holzhauer. Sie hat die Idee in Schleswig-Holstein entdeckt. 335 Schulen nehmen an der bundesweiten Aktion teil. Das Ruhrtal-Gymnasium ist nun zum zweiten Mal mit dabei.

Alleine oder im Team

Auch Leydiana und Lilly aus der der 8. Klasse sind zum zweiten Mal mit dabei: „Jeder löst eine andere Aufgabe, aber wenn jemand Hilfe braucht, setzen wir uns mit mehreren zusammen.“

Denn hat man falsche Ergebnisse auf dem Computer eingetragen, muss man 10 Minuten warten, bis man neue Lösungen eingeben kann. Und das hat einen Grund: „Das soll verhindern, dass die Kinder einfach drauf los raten“, erklärt Nicole Holzhauer. Die sieben Mathematik- und Biologielehrer werden bei der Aufsicht durch Eltern unterstützt. Einer von ihnen ist Johannes Neuhaus.

Er ist selbst matheaffin und betreut die Fünft- und Sechstklässler: „Ich gebe zwar keine Tipps, aber sage schon mal‚ da müsst ihr aber noch mal genauer hinsehen‘.“

Wiederholung 2019 ist sicher

Die Vorgehensweise ist von Stufe zu Stufe unterschiedlich. Während die Schüler der 5. und 6. Klasse ihre Ergebnisse an der Tafel festhalten, haben die Schüler der 8. und 9. Klasse ihre Laptops verbunden, sodass auch Schüler in anderen Räumen sehen können, wenn jemand ein neues Ergebnis eingetragen hat. „Wir werden die Nacht der Mathematik auf jeden Fall nächstes Jahr wiederholen“, versichert Nicole Holzhauer.

Für die Stufe 5/6 endete der Wettbewerb um 22 Uhr. Und genau um 22 Uhr lösten sie die letzte Aufgabe und kamen in die 3. Runde. Die Jahrgangsstufe 7 schaffte es um kurz vor Mitternacht in die 2. Runde. Dann ging es ab nach Hause. Die Jahrgangsstufe 8/9 kam um 20.45 Uhr in die 2. Runde und arbeite von 23 Uhr bis 8 Uhr an der 3. Runde.

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