„Gute-Kita-Vertrag“ für bessere Bildung

Mehr Qualität bei weniger Elternbeiträgen - die Landesregierung hat viel versprochen für die frühkindliche Bildung in den NRW-Kitas. Das „Gute-Kita-Gesetz“ des Bundes soll die Finanzierung absichern.

19.11.2019, 14:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Gute-Kita-Vertrag“ für bessere Bildung

Franziska Giffey (SPD), Bundesfamilienministerin, sitzt in einer Kita. Foto: Andreas Arnold/dpa

Nordrhein-Westfalen erhält vom Bund 1,2 Milliarden Euro für bessere frühkindliche Bildung und ein zweites beitragsfreies Kindergartenjahr. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und ihr nordrhein-westfälischer Amtskollege Joachim Stamp (FDP) haben dazu am Dienstag in Düsseldorf einen „Gute-Kita-Vertrag“ unterzeichnet. Er soll auch flexiblere Öffnungszeiten und eine qualifiziertere Kindertagespflege finanzieren.

„Das bedeutet eine enorme Entlastung für Familien und garantiert mehr als einer halben Million Kindern beste Bildung von Anfang an“, lobte Giffey das nordrhein-westfälische Maßnahmenpaket. Das Geld aus dem mit insgesamt 5,5 Milliarden Euro unterfütterten „Gute-Kita-Gesetz“ des Bundes wird auf vier Jahre verteilt.

„Frühkindliche Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, bekräftigte Stamp. „Vom Bund erwarten wir deshalb, dass er sich zu seiner Verantwortung bekennt und die Mittel über 2022 hinaus entfristet.“

Eines des zentralen Ziele sei es, allen Kindern - unabhängig von ihrer Herkunft - bessere Chancen auf gute Bildung zu ermöglichen. Dafür investierten Land und Kommunen, neben den Mitteln des Bundes, ab dem kommenden Kita-Jahr zusätzlich rund 750 Millionen Euro jährlich. Darüber hinaus stelle das Land den Kommunen mindestens 115 Millionen Euro jährlich für eine Platzausbau-Garantie zur Verfügung. Die SPD-Opposition im Landtag monierte, in NRW wäre auch volle Elternbeitragsfreiheit möglich, wenn das Land mehr Anstrengungen unternähme.

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