Gutachter empfiehlt krankem Schwerter (35) Unterbringung in der geschlossenen Psychiatrie

dzGewalt-Prozess

Im Gewalt-Prozess gegen einen psychisch kranken Schwerter läuft alles auf die Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie hinaus. Eine klassische Bestrafung ist wohl ausgeschlossen.

Schwerte/Hagen

, 18.09.2019, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

In den Jahren 2016 und 2017 soll der vielfach vorbestrafte 35-Jährige eine Reihe von Taten verübt haben. Mal ging er angeblich mit einem zwei Meter langen Straßenschild auf einen Kontrahenten los. Dann wieder soll er in seiner Stammkneipe trotz Hausverbots randaliert und den Wirt schließlich mit Morddrohungen überzogen haben.

Das Hagener Landgericht hörte am Mittwoch die Expertise des psychiatrischen Sachverständigen Brian Blackwell. Und der kam zu einer eindeutigen Diagnose: „Bei dem Beschuldigten liegt ganz klar eine paranoide Schizophrenie vor“, sagte der Gutachter den Richtern. Zwar habe sich der Zustand des 35-Jährigen in den vergangenen Monaten sichtlich gebessert. Dennoch sei Stand jetzt von einer „erheblichen Rückfallgefahr“ auszugehen. Erst recht deshalb, weil der Beschuldigte neben seiner psychischen Erkrankung auch noch Dauerkonsument von Drogen aller Art sei.

Die Richter stehen nun vor der Entscheidung, ob der 35-Jährige zeitlich unbefristet in einer geschlossenen Klinik untergebracht werden muss. Alternativ käme auch die Unterbrigung in einer Drogenentzugsklinik in Betracht. Für Gutachter Blackwell steht jedoch fest: „Die Psychiatrie ist in diesem Fall der eindeutig bessere Weg.“

Der Beschuldigte selbst will sich weiterhin nicht zu den Vorwürfen äußern.

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