Grundsteuersätze in Nordrhein-Westfalen besonders hoch

In Nordrhein-Westfalen müssen Hausbesitzer die höchsten Grundsteuerhebesätze aller Flächenländer in Deutschland bezahlen. Nur in den Stadtstaaten Berlin und Bremen fielen die Sätze der Grundsteuer B für bebaute und bebaubare Grundstücke im vergangenen Jahr noch höher aus. In NRW betrug der durchschnittliche Hebesatz 570 Punkte, der deutsche Durchschnitt lag bei 472 Punkten, wie die Statistiker am Freitag berichteten. Deutlich niedriger sind die Sätze in Schleswig-Holstein (393), Bayern (394) und Baden-Württemberg (397).

30.08.2019, 11:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grundsteuersätze in Nordrhein-Westfalen besonders hoch

Wohnhäuser in Köln. Foto: Oliver Berg/Archivbild

Insgesamt nahmen die Kommunen in NRW, die die Hebesätze festsetzen, im vergangenen Jahr mit der Grundsteuer B rund 3,7 Milliarden Euro ein. Über die Nebenkosten wird die Grundsteuer auch von den Wohnungsmietern bezahlt. Im Durchschnitt je Einwohner waren es 2018 in NRW fast 206 Euro.

Durch die unterschiedlich hohen Hebesätze der Kommunen gibt es in NRW eine große Bandbreite bei der Grundsteuer. Im vergangenen Jahr mussten nach Berechnungen des Bundes der Steuerzahler NRW Besitzer eines durchschnittlichen Einfamilienhauses zwischen 233 und fast 900 Euro pro Jahr zahlen.

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