Grünen: Demo am Hambacher Forst war Klimaschutz-Volksfest

Die Vorsitzende der NRW-Grünen, Mona Neubaur, hat die Demonstration vom Samstag am Hambacher Forst als „Volksfest für den Klimaschutz“ beschrieben. „Dies ist ein unübersehbares Signal für entschlossene Klimaschutzpolitik“, sagte Neubaur am Sonntag auf einem Kleinen Parteitag, den die NRW-Grünen am Rande des Hambacher Forstes abhielten. Dort hatten am Samstag mehrere Zehntausend Braunkohle-Gegner für die Erhaltung des Waldes und einen Kohleausstieg demonstriert.

07.10.2018, 18:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Grünen: Demo am Hambacher Forst war Klimaschutz-Volksfest

Die Demonstration „Wald retten! Kohle stoppen!“ gegen die RWE-Rodungspläne für den Hambacher Wald. Foto: Christophe Gateau

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte die Grünen für die Wahl des Veranstaltungsortes kritisiert. Sie würden damit „Öl ins Feuer gießen“. Neubaur verwies darauf, dass das Oberverwaltungsgericht Münster am Freitag einen vorläufigen Rodungsstopp für den Hambacher Forst verfügt hatte. „Auch dem Innenminister wurde mit dem Urteil ein Stoppschild in seinen Irrweg gestellt, permanent den friedlichen Protest zu verunglimpfen“, sagte sie.

Reul solle sich besser fragen, was man mit dem sicher zweistelligen Millionenbetrag hätte tun können, den er für die Räumung des Hambacher Forstes ausgegeben habe. Der Konflikt sei letztlich auf dem Rücken der Polizisten ausgetragen worden, weil die schwarzgelbe Landesregierung „zu feige“ gewesen sei, ihn zu lösen.

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