Gründer plant Comeback der Loveparade in Berlin

Loveparade

Zehn Jahre sind seit dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg vergangen. Jetzt möchte Gründer Dr. Motte den Rave erneut in Berlin veranstalten. Mithilfe von Spenden soll es ein Comeback geben.

Berlin

13.01.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gründer plant Comeback der Loveparade in Berlin

Bei der 19. Loveparade in Duisburg im Jahr 2010 brach eine Massenpanik aus bei der 21 Menschen starben. © picture alliance/dpa

Der Berliner DJ Dr. Motte möchte wieder eine Loveparade in Berlin starten. Dazu wollen er und sein Team der gemeinnützigen GmbH „Rave the Planet“ Spenden sammeln, wie der 59-Jährige am Montag in Berlin ankündigte. „Wir stellen die Frage: „Wollt Ihr eine neue Loveparade?“ Über das Spendensammeln können wir herausfinden, ob das überhaupt gewollt wird von der Welt“, so Dr. Motte.

DJ Motte macht sich für Technokultur stark

Der DJ und seine Mitstreiter machen sich auch für den Erhalt der Technokultur stark - angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten von Clubs, die um ihre Existenz kämpfen. Ihr Plan dazu: Die elektronische Tanzmusik bei der Unesco als immaterielles Weltkulturerbe schützen lassen. In diesem Jahr soll der Antrag gestellt werden. Außerdem wollen sie einen offiziell anerkannten Feiertag der elektronischen Tanzmusikkultur initiieren.

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Dr. Motte (bürgerlich: Matthias Roeingh) hatte vor gut 30 Jahren die Loveparade in Berlin gegründet. 150 Technofans tanzten damals 1989 unter dem Motto „Friede, Freude, Eierkuchen“ auf dem Kurfürstendamm. Später wurde daraus ein Millionenspektakel, der Rave wurde von einem anderen Veranstalter übernommen. Seit dem verheerenden Unglück mit Toten und Verletzten in Duisburg 2010 gibt es die Loveparade nicht mehr.

RND/dpa

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