Großhändler warnt vor womöglich verdorbenem Trockenfisch

Nach einer lebensbedrohlichen Vergiftung warnt der niedersächsische Ozean Fischgroßhandel vor dem Verzehr bestimmter von dem Großhandel vertriebener Trockenfischprodukte. Wie das Unternehmen am Dienstag in Ostercappeln mitteilte, geht es um Trockenfisch der Arten Plötze - unausgenommen sowie ausgenommen -, Karausche, Flussbarsch, Forelle, Hecht, alle getrocknet und gesalzen, die insbesondere in russischen Einkaufsmärkten angeboten werden. Es sei nicht auszuschließen, dass durch das Essen des Trockenfisches beim Menschen die lebensbedrohliche Vergiftung Botulismus ausgelöst wird.

06.08.2019, 20:03 Uhr / Lesedauer: 1 min

Anlass der Warnung ist die Erkrankung eines Patienten im nordrhein-westfälischen Landkreis Lippe, bei dem das Gift im Blut nachgewiesen wurde. Der von dem Patienten verzehrte Trockenfisch, in dem der Erreger am Dienstag nachgewiesen wurde, stammt aus einem Einkaufsmarkt, der die Ware vom Ozean Fischgroßhandel bezogen habe, erklärte das Unternehmen. Da nicht näher bestimmt werden konnte, welche Art von Fisch der Betroffene gegessen hatte, werde vorsorglich vor dem Verzehr von allen Trockenfischen gewarnt, die an den Markt geliefert wurden.

Das Unternehmen kündigte eine unverzügliche Information aller mit entsprechender Ware belieferter Märkte an, damit die noch vorhandene Ware nicht weiterverkauft wird. Wer Symptome wie ungewöhnliche Kopfschmerzen und Übelkeit, Erbrechen, Bauchkrämpfe, Durchfall oder Lähmungserscheinungen verspüre, sollte sofort einen Arzt aufsuchen. Lähmungen bei Botulismus beträfen in den meisten Fällen zunächst die Augen und das Sehvermögen. Weitere Symptome können Sprechstörungen, ein trockener Mund, Schlucklähmungen oder Atemnot sein.

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