Größter Einsatz der Bundespolizei gegen Schleuser

Bei dem bislang größten Berliner Einsatz der Bundespolizei gegen Schleuser sind auch 170 000 Euro in bar und zwei teure Autos beschlagnahmt worden. Das teilte Thomas Striethörster, Chef der Bundespolizei für Berlin und Brandenburg, am Dienstag mit. Bislang seien 200 Fälle bekannt, in denen eine Schleuserbande Ausländer illegal nach Deutschland gebracht und Scheinehen arrangiert haben soll.

06.11.2018, 07:48 Uhr / Lesedauer: 1 min

Gegen den mutmaßlichen Kopf der Bande, drei Männer und eine Frau, waren bei der großangelegten Durchsuchung am Morgen Haftbefehle vollstreckt worden. Bis zum Mittag waren 50 Objekte vor allem in Berlin durchsucht worden.

Laut Staatsanwaltschaft sollen über einen Rechtsanwalt Scheinehen für 12 000 bis 16 000 Euro angeboten worden sein. Ermittelt werde auch wegen gewerbsmäßiger Urkundenfälschung. Rund 570 Beamte waren im Einsatz.

Vor allem Männer, aber auch Frauen aus Pakistan und Bangladesh, Albanien, Vietnam wurden laut Ermittlungen mit vermeintlichen Partnern aus den EU-Ländern Polen, Griechenland und Ungarn zusammengebracht, um eine EU-Ausländerkarte zu erschleichen.

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