Großdemonstration gegen Hambach-Rodung sucht Kundgebungsort

Zwei Tage vor der geplanten Großdemonstration gegen die Rodungen im Hambacher Forst suchen die Organisatoren noch einen Kundgebungsort. Weder der Energiekonzern RWE, der Eigentümer der Waldflächen ist, noch lokale Landwirte wollten Flächen zur Verfügung stellen, sagte ein BUND-Sprecher. Zu dem Protest an diesem Samstag werden über 20 000 Menschen erwartet.

04.10.2018, 12:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Großdemonstration gegen Hambach-Rodung sucht Kundgebungsort

Ein Plakat "Hände weg vom Hambacher Forst!" steht vor einem Protestcamp am Rand des Hambacher Forstes. Foto: Oliver Berg/aktuell

Die Umweltverbände hätten einen ursprünglich geplanten Demo-Zug nach Gesprächen mit der Polizei bereits durch eine Standkundgebung ersetzt. Dafür habe die Polizei einen Acker von RWE empfohlen, den der Konzern aber nicht zur Verfügung stellen wollte. Nachdem auch Landwirte keine Äcker bereitstellen wollten, hätten die Verbände die Trasse der alten A 4 direkt am Hambacher Forst vorgeschlagen. Dies sei öffentliches Gelände.

RWE nahm zunächst keine Stellung, wollte sich aber später dazu äußern. „So oder so wird sich eine ziemlich große Karawane von Menschen am Samstag Richtung Hambacher Wald bewegen. Da ist es doch besser, wir bieten denen eine zentrale Kundgebung an als wenn die die ganze Gegend fluten“, sagte BUND-Sprecher Dirk Jansen.

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