Greenpeace demonstriert vor RWE-Zentrale für Kohleausstieg

Im Streit um den Braunkohletagebau Garzweiler II fordert Greenpeace RWE dazu auf, ein Moratorium zu unterzeichnen. Bis dahin wollen Aktivisten vor dem Haupteingang von RWE Power ausharren. RWE forderte dazu auf, die Aktion zu beenden.

18.06.2019, 10:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben am Dienstag an der Zentrale des Energiekonzerns RWE Power in Essen für ein Ende des Braunkohleabbaus demonstriert. An dem Hochhaus befestigten sie große Banner und Spruchbänder. Vor dem Eingang stellten sie einen Wohncontainer ab, in dem sich bis auf weiteres zwei Aktivisten aufhalten wollen. An dem Protest beteiligten sich nach Angaben von Greenpeace rund 60 Aktivisten.

Die Organisation forderte RWE auf, die Braunkohlebagger am Hambacher Wald zu stoppen. Die Umsiedlung bedrohter Dörfer am Tagebau Garzweiler II solle mindestens so lange ausgesetzt werden, bis die Bundesregierung beschlossen habe, wie der Kohleausstieg umgesetzt werde. Sie forderten RWE-Vorstandschef Rolf Martin Schmitz auf, ein entsprechendes Moratorium zu unterzeichnen. Bis dahin wollen die beiden Aktivisten in dem Container ausharren.

RWE forderte Greenpeace dazu auf, die Aktion zu beenden. Greenpeace sei Mitglied der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ gewesen und habe deren Ergebnisse zum Kohleausstieg mit erarbeitet und unterzeichnet, erklärte der Vorstandsvorsitzende von RWE Power, Frank Weigand. „Diesen Kompromiss, der RWE und ihren Beschäftigten viel abverlangt, unterstützen wir und tragen ihn 1:1 mit. Das erwarten wir nun auch von Greenpeace.“ RWE forderte die Organisation auf, „zum eigenen Kompromiss zu stehen und nicht im Nachhinein zusätzliche Verschärfungen zu fordern“.

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