Greenpeace-Aktion gegen Waffenexporte in den Jemen-Krieg

Gegen Waffenexporte an die Parteien des Jemen-Krieges haben am Mittwoch Greenpeace-Aktivisten vor der Zentrale des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Düsseldorf protestiert. Sie brachten ein Banner mit der Aufschrift „Rheinmetall-Bomben töten im Jemen! Wie könnt ihr nachts schlafen?“ über dem Eingang der Firmenzentrale an. Greenpeace wirft Rheinmetall vor, trotz des bestehenden Rüstungsexportstopps über Tochterfirmen Waffen in den Jemen-Krieg zu liefern. Die Bundesregierung müsse diese Schlupflöcher schließen.

18.09.2019, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Greenpeace-Aktion gegen Waffenexporte in den Jemen-Krieg

Ein Banner mit der Aufschrift "Rheinmetall-Bomben töten im Jemen! Wie könnt ihr nachts schlafen ?". Foto: David Young

Rheinmetall kritisierte in einer schriftlichen Stellungnahme „falsche Behauptungen und unsachliche Parolen, die eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem Thema verhindern“. Mit den Produkten für die Bundeswehr schütze Rheinmetall „diejenigen, die sich in gefährlichen Regionen der Welt für Frieden und Sicherheit engagieren“. Auf den Vorwurf des Waffenverkaufs an Kriegsparteien im Jemen ging ein Unternehmenssprecher nicht ein.

Zum 30. September steht die Entscheidung über eine Verlängerung des Rüstungsexportstopps gegen Saudi-Arabien an. Nach den Angriffen auf saudische Ölanlagen war aus der Union die Forderung nach einem Ende des Exportstopps gekommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte dem am Dienstag eine klare Absage erteilt. Greenpeace forderte, das Embargo auf alle Jemen-Kriegsparteien auszuweiten.

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