„Gravierende Brandschutzmängel“: Stadt lässt Haus in Brambauer räumen

Einsatz in der Diesterwegstraße

Böse Überraschung für die Bewohner eines Hauses in Brambauer: Am Donnerstagabend mussten sie ihre Wohnungen verlassen, da das Gebäude erhebliche Brandschutzmängel aufwies.

Brambauer

, 28.02.2019, 18:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Gravierende Brandschutzmängel“: Stadt lässt Haus in Brambauer räumen

Wegen gravierender Brandschutzmängel evakuierte die Stadt Lünen das Haus Diesterwegstraße 33. © Daniel Claeßen

Gegen 18.40 Uhr klopfte es an der Tür: Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr räumten das Haus Diesterwegstraße 33. Wie Stadtsprecher Benedikt Spangardt mitteilte, hatte am Donnerstagvormittag (28. Februar) eine unangekündigte Begehung des Hauses stattgefunden. „Dabei wurden gravierende Brandschutzmängel festgestellt.“

Details nannte der Stadtsprecher nicht. Klar war nur: Die Sicherheit der Bewohner war nicht länger gewährleistet, im Brandfall hätte die Feuerwehr aufgrund der örtlichen Gegebenheiten nicht alle Personen aus dem Gebäude retten können. Ergebnis: Alle 30 in dem Haus gemeldeten Personen müssen evakuiert werden.

25 Menschen angetroffen - Haus wird bewacht

Es dauerte bis zum Abend, ehe die Evakuierung starten konnte. Neben der Abstimmung mit Feuerwehr und Polizei - die Stadt hatte hier um Amtshilfe gebeten - musste ein Dolmetscher organisiert werden, da in dem Haus viele Mitglieder der Volksgruppe der Roma wohnen. „Nicht alle können Deutsch“, so Spangardt. Die Organisation eines Ausweichquartiers und Verpflegung habe ebenfalls Zeit in Anspruch genommen.

„Gravierende Brandschutzmängel“: Stadt lässt Haus in Brambauer räumen

Die Bewohner mussten das Nötigste zusammenpacken, ehe man sie in die Notunterkunft der Stadt Lünen brachte. © Daniel Claeßen

Rund 40 Einsatzkräfte waren vor Ort, als die Aktion schließlich ihren Anfang nahm. „Der Einsatz ist eben auf rund 30 anwesende Personen ausgelegt“, erklärte der Stadtsprecher zu Beginn. Schnell wurde jedoch klar, dass die Evakuierung problemlos verlaufen würde. „Wir haben 25 Personen angetroffen, von denen allerdings nicht alle dort wohnen“, berichtete Spangardt nach Abschluss der Evakuierung. „Alle haben sich besonnen und ruhig verhalten.“

Einige der Evakuierten kamen bei Verwandten unter, 13 Personen nahmen das Ausweichquartier der Stadt in Anspruch. „Wir lassen das Haus bewachen. Wenn die Personen, die wir nicht angetroffen haben, nach Hause kommen, nehmen wir sie in Empfang“, so Spangardt.

Mehrere Häuser untersucht

Der Eigentümer des Hauses war laut Stadtverwaltung über die Evakuierung informiert. Seine Aufgabe ist es nun, für die Beseitigung der Brandschutzmängel zu sorgen. Außerdem wird ihm wohl die Rechnung für den Einsatz ins Haus flattern.

Das Haus Diesterwegstraße 33 war übrigens nicht das einzige, das Stadt, Polizei und Feuerwehr am Donnerstag unter die Lupe genommen haben. „Es hat entsprechende Hinweise gegeben, denen wir nachgegangen sind“, so Spangardt. In keinem anderen der geprüften Häuser habe jedoch akuter Handlungsbedarf bestanden - mit Ausnahme der Immobilie in Brambauer. „In dem Moment, in dem wir Kenntnis von der Situation hatten, mussten wir handeln.“

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Himmelfahrtskirmes

23-Jähriger soll in Lünen zugeschlagen haben: „Ich dachte, der bringt ihn um.“

Hellweger Anzeiger Kinderporno-Ring

Missbrauchsskandal: 47-jähriger Lüner sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft

Meistgelesen