Gorillaweibchen Safiri stirbt in Duisburger Zoo bei Narkose - Toter Orang-Utan in Münster

Untersuchungen nicht überlebt

Der Duisburger Zoo trauert um Gorillaweibchen „Safiri“, Liebling von Silberrücken Mapema: „Wir können den Verlust nicht in Worte fassen“, so der Zoo. In Münster starb der Chef der Orang-Utans.

Duisburg, Münster

11.02.2020, 08:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gorillaweibchen Safiri stirbt in Duisburger Zoo bei Narkose - Toter Orang-Utan in Münster

dpatopbilder Gorillamutter Safiri hält am 10.06.2016 im Zoo in Duisburg (Nordrhein-Westfalen) ihr erst eine Woche altes, noch namenloses Gorilla-Baby im Arm. Foto: Roland Weihrauch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | © picture alliance / dpa

Im Duisburger Zoo ist ein Gorillaweibchen nach einer Vollnarkose gestorben. „Safiri“, die Chefin innerhalb der Gorillagruppe und das Lieblingsweibchen des Silberrückens „Mapema“, habe die Narkose für eine Untersuchung nicht überstanden, erklärte der Zoo am Montag. Zuvor hatte die „WAZ“ berichtet.

Das Tier habe Symptome einer Epilepsie gezeigt und sei daher unter Vollnarkose untersucht worden. Es bestand der Verdacht, dass das Gorillaweibchen an einem Gehirntumor leide. Dieser bestätigte sich nicht, die Epilepsie hatte keine erkennbare Ursache. „Den Verlust der Tierpersönlichkeit können wir kaum in Worte fassen“, schrieb der Zoo auf seiner Facebookseite.

„Safiri“ lebte seit 2007 in Duisburg und war die Mutter der ersten Gorillanachzucht in dem Tierpark. Kiburi war gleichzeitig auch das erste Kind von Safiri und wurde 2008 geboren. Sie lebt nun in Kolmarden. Es folgten Suwedi (2011, lebt nun in Longleat) und Muenda (2016), welche weiterhin in der Duisburger Gorillafamilie lebt.

Mapema ruft nach Safiri

Silberrücken „Mapema“ rufe noch zeitweise nach „Safiri“. Ansonsten zeige die Gorillafamilie keine besonders auffälligen Verhaltensweisen und werde intensiv von den Tierpflegern betreut, hieß es.

Im ursprünglichen Verbreitungsgebiet, den Regenwäldern von Kamerun, Gabun und dem Kongo, sind Gorillas dem Zoo zufolge vom Aussterben bedroht.

Auch im Allwetterzoo Münster ist am Montag ein Menschenaffe gestorben. Das chronisch kranke, 22 Jahre alte Orang-Utan-Männchen „Pongo“ sei nach einer Untersuchung nicht mehr aus der Narkose zurückgeholt worden, teilte der Zoo mit.

Pongo war der Chef der Orang-Utan-Gruppe im Allwetterzoo und litt seit Jahren an einer chronischen Atemwegsentzündung. Sein Zustand habe sich jetzt so verschlechtert, dass man ihn aber einschläfern müssen.

dpa/kar

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