Google Jahresrückblick 2019: Das hat Deutschland interessiert

Internet-Suchanfragen 2019

Google hat seinen Jahresrückblick veröffentlicht. Die Suchanfragen der Google-Nutzer zeigen: Neben einem Vermisstenfall und Großereignissen sind auch ein Tanz und Internetsprache oben mit dabei.

Deutschland

11.12.2019, 12:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Google Jahresrückblick 2019: Das hat Deutschland interessiert

Den Zahlen der Google-Suchanfragen zufolge sorgte der Fall der vermissten Rebecca aus Berlin für besonderes Aufsehen. © dpa

Wonach haben Google-Nutzer in Deutschland 2019 besonders häufig gesucht? Nach der im Februar verschwundenen Rebecca. Unter den allgemeinen Suchbegriffen hat der Name der Berliner Schülerin 2019 den stärksten Zuwachs an Suchanfragen verzeichnet, wie Google am Mittwoch mitteilte. Auch bei den Wo-Fragen lag „Wo ist Rebecca?“ vorn - auf Platz zwei hinter „31.10. Feiertag wo?“ und vor „Blinddarm Schmerzen wo?“.

Googles kompletten Jahresrückblick gibt es hier zu sehen.

Platz zwei der allgemeinen Suchbegriffe belegt die Pariser Kirche Notre Dame, deren Dach im April von einem Feuer zerstört wurde. Platz drei belegt die Handball-WM, gefolgt vom verstorbenen Modeschöpfer Karl Lagerfeld und Julen. Der zweijährige Julen war im Januar in Spanien in einen Schacht gefallen und konnte nur noch tot geborgen werden.

Auf den Plätzen sechs bis zehn liegen „Europawahl“, „Frauen WM“, „30 Jahre Mauerfall“, „Thomas Cook“ und „Greta Thunberg“. Google listet in der Übersicht Suchbegriffe, für die die Anzahl der Suchanfragen im Vergleich zum Vorjahr besonders stark zugenommen haben.

„Floss Dance“ und Artikel 13

2019 interessierten sich auch immer mehr Google-Nutzer für den sogenannten „Floss Dance“ - eine anspruchsvolle Tanzbewegung, die vor allem über das Internet bekannt wurde. „Wie geht Floss Dance?“ liegt auf Platz eins der Wie-Fragen. Dahinter folgen „Grundrente wie hoch?“ und „Wie heißt das Baby von Prinz Harry?“.

„Was ist Artikel 13?“ führt die Liste der Was-Fragen an. Als Artikel 13 ist eine Regelung der EU-Urheberrechtsreform bekannt. Aus Sicht der Kritiker kann diese Regelung dazu führen, dass Plattformen wie YouTube Inhalte schon beim Hochladen filtern müssen und somit das Internet zensieren.

Auch im dritten Jahr nach dem Brexit-Votum landet „Was ist Brexit?“ noch auf Platz zwei, gefolgt von „Was bedeutet Kappa?“. Diese Frage bezieht sich vermutlich auf ein als „Kappa“ bekanntes Emoticon, das im Internet häufig zur Kennzeichnung ironischer oder sarkastischer Aussagen genutzt wird.

RND/dpa

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen