Gift auf Pausenbroten: Prozess-Start wohl Mitte November

Im Fall von vergifteten Pausenbroten in einem Betrieb in Ostwestfalen beginnt der Prozess voraussichtlich am 15. November. Das hat das Landgericht Bielefeld am Mittwoch mitgeteilt. Insgesamt sind bis Anfang Januar sechs Termine angesetzt. Allerdings steht der Zeitplan unter einem Vorbehalt. Noch hat das Landgericht nicht entschieden, ob die Anklage der Staatsanwaltschaft angenommen wird.

01.11.2018, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gift auf Pausenbroten: Prozess-Start wohl Mitte November

Paragrafen-Symbole sind an Türgriffen angebracht. Foto: Oliver Berg/Archiv

Angeklagt wegen versuchten Mordes ist der 57-jährige Klaus O. Die Ermittler werfen ihm vor, von März 2015 bis Mai 2018 mehrere Kollegen in seinem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock vergiftet zu haben. Dabei soll er verschiedene Substanzen auf die mitgebrachten Pausenbrote der Kollegen gestreut haben. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft ging es Klaus O. darum, seine Kollegen beim körperlichen Verfall zu beobachten.

Mehrere Kollegen haben seitdem schwere Nierenschäden oder liegen seit Jahren im Koma. Zum Motiv für die Taten äußerte sich der Beschuldigte nach seiner Festnahme nicht.

Nach einem ersten Verdacht hatte eine Videokamera die Taten von Klaus O. aufgezeichnet. Anschließend schaltete die Firmenleitung die Polizei ein. Die Ermittler hatten danach verdächtige Krankheits- und Todesfälle in der Firma unter die Lupe genommen.

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