Gift auf Pausenbroten: Landgericht Bielefeld prüft Anklage

Nach dem Fund von vergifteten Pausenbroten in einem Betrieb in Ostwestfalen hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 56-jährigen Mitarbeiter erhoben. Nach Angaben des Landgerichts Bielefeld lautet die Anklage auf heimtückischen und grausamen versuchten Mord in zehn Fällen. Der Mann soll in dem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock mehreren Arbeitskollegen Gift auf die Pausenbrote gestreut haben.

08.10.2018, 13:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gift auf Pausenbroten: Landgericht Bielefeld prüft Anklage

Blick auf die Fassade vom Landgericht. Foto: Friso Gentsch/Archiv

Nach einem ersten Verdacht hatte eine Videokamera sein Handeln aufgezeichnet. Anschließend schaltete die Firmenleitung die Polizei ein. Die Ermittler nahmen daraufhin verdächtige Krankheits- und Todesfälle in der Firma unter die Lupe. Mehrere Kollegen haben schwere Nierenschäden oder liegen seit Jahren im Koma. Zum Motiv für die Taten äußerte sich der Beschuldigte nach seiner Festnahme nicht. Er sitzt seit Mitte Mai in Untersuchungshaft.

Ob die Anklage angenommen wird, prüft das Gericht nach Angaben eines Sprechers derzeit.

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