Getrennte Wege

07.08.2018, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Getrennte Wege

Vor dem Bahnhof in Königsborn hilft eine Karte Radfahrern, den richtigen Weg zu finden. Der neue Fahrradschnellweg läuft aber hinter dem Bahnhof und den Gleisen her. © UDO HENNES

Im Ruhrgebiet soll ein außergewöhnlicher Radweg entstehen. Der „Radschnellweg Ruhr“ gilt als eine Art Autobahn für Fahrradfahrer. Breit, asphaltiert und mit möglichst wenigen Kreuzungen soll er Radfahrer auf über hundert Kilometern Länge durchs Ruhrgebiet führen. Viele Radfahrer freuen sich darauf. Aber in Unna gibt es ein Problem, das auch viele ärgert.

Dass der Radschnellweg am Bahnhof in Königsborn vorbeiführen soll, klingt erst einmal gut. Denn so könnte die Fahrt mit der S-Bahn und die mit dem Fahrrad verbunden werden. Allerdings würde es gar keine Verbindung geben: Der Radweg soll auf der einen Seite der Gleise entstehen, der Bahnhof liegt auf der anderen. Wer also mit dem Fahrrad auf dem Radschnellweg nach Königsborn fährt, kann den Bahnhof zwar auf der anderen Seite der Schienenstränge sehen. Aber er kommt nicht dorthin.

Das würden einige Unnaer, die sich mit der Situation befassen, gerne ändern. Ein kleiner Bahnübergang für Fußgänger und Radfahrer könnte helfen. Es sieht aber nicht danach aus, als ob er gebaut werden könnte. Zudem soll auch der Radschnellweg deutlich langsamer gebaut werden, als erhofft.