Getötete Frau in Lünen: Sohn (21) ist Hauptverdächtiger, Hinweise auf Hintergründe der Tat

dzMit Video

Eine 53-Jährige wurde am Freitagmorgen tot in ihrer Wohnung in Lünen-Süd gefunden. Hauptverdächtiger: Ihr Sohn. Es gibt erste Hinweise auf die Hintergründe der Tat.

Lünen

, 06.12.2019, 13:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Laut Felix Giesenregen von der Staatsanwaltschaft Dortmund befindet sich der 21 Jahre alte Sohn der getöteten Mutter momentan in Gewahrsam, er hatte sich in Schleswig-Holstein der Polizei gestellt. Er steht im Verdacht, seine 53 Jahre alte Mutter in einem Haus an der Wagnerstraße in Lünen-Süd in der Nacht von Donnerstag auf Freitag (6. Dezember) umgebracht zu haben. Dort haben Mutter und Sohn gemeinsam mit dem Vater gelebt.

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Noch ist unklar, ob Giesenregen einen Haftbefehl beantragt. Denn: Es liegen laut Giesenregen Hinweise auf eine psychische Erkrankung vor. Bestätigen sich die, wird der junge Mann einstweilig in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht.

Mittlerweile steht auch fest, wie die 53-Jährige ums Leben gekommen ist: Der Sohn habe seine Mutter mit einem Messer attackiert. Zwar sei die Obduktion noch nicht abgeschlossen, es sei allerdings davon auszugehen, dass die Mutter im Anschluss daran verblutet sei, sagt Giesenregen.

Vater kam von der Nachtschicht nach Hause

Der Vater sei ebenfalls angetroffen und vernommen worden, es gebe allerdings keine Anhaltspunkte dafür, dass er mit der Tat etwas zu tun habe. Er war am Morgen erst von der Nachtschicht nach Hause gekommen.

Getötete Frau in Lünen: Sohn (21) ist Hauptverdächtiger, Hinweise auf Hintergründe der Tat

Ein Mitarbeiter der Spurensicherung am Tatort in Lünen-Süd. Die Polizei geht am Freitagmorgen (6.12.) von einem Tötungsdelikt aus. © Marc Fröhling

Nachbarn beschreiben die Familie als freundlich, man habe immer nett gegrüßt. Das gelte auch für den Sohn, der viel ins Fitnessstudio gegangen sei und viel an der Konsole gespielt habe. Gehört habe der Nachbar in der Nacht allerdings nichts.

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Spurensicherung in der Wohnung aktiv

Auffällig sei, so der Nachbar, dass das Auto des Sohns noch vor der Tür stehe. Das Auto der Mutter dagegen fehle. Möglicherweise sei der Sohn damit nach Neumünster in Schleswig-Holstein gefahren, das ist immerhin knapp 400 Kilometer entfernt.

Getötete Frau in Lünen: Sohn (21) ist Hauptverdächtiger, Hinweise auf Hintergründe der Tat

Die Beamten versiegelten das Haus. © Fröhling

Die Spurensicherung war den ganzen Vormittag in der Wohnung aktiv und sicherte Beweise. Kriminalbeamte gingen von Tür zu Tür und befragten die Nachbarn. Gegen Mittag holte ein Bestattungsunternehmen den Leichnam der Mutter ab, die Beamten versiegelten daraufhin das Haus. Der Leichnam wurde noch am selben Nachmittag obduziert.

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