Getötete 17-Jährige: See wird vermutlich nicht abgepumpt

Nach dem gewaltsamen Tod einer 17-Jährigen in Sankt Augustin wird die Polizei auf der Suche nach Beweisen voraussichtlich doch nicht einen See abpumpen lassen. „Davon nehmen wir aktuell Abstand“, sagte Polizeisprecher Robert Scholten am Montag. Gemeinsam mit Tauchern wäge man aber noch ab, welche Alternativen es für das weitere Vorgehen gebe. Der Bonner „General-Anzeiger“ hatte darüber berichtet.

10.12.2018, 14:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Getötete 17-Jährige: See wird vermutlich nicht abgepumpt

Bäume spiegeln sich in dem See, an dem die Kleidung und Tasche der getöten 17-Jähringen gefunden wurden. Foto: Oliver Berg

Die Polizei hatte über ein Abpumpen des Sees nachgedacht, weil sich im Wasser möglicherweise noch weitere persönliche Gegenstände des Opfers befinden. Spaziergänger hatten an dem See bei Sankt Augustin bereits Kleidung und die Handtasche der Toten gefunden.

Die Leiche der 17-Jährigen war vor mehr als einer Woche in einer städtischen Unterkunft für Flüchtlinge und Obdachlose in Sankt Augustin gefunden worden. Als tatverdächtig gilt ein 19-Jähriger mit deutscher und kenianischer Staatsangehörigkeit, der nach Angaben der Stadt dort als Obdachloser untergebracht war. Er soll seit frühester Kindheit in Deutschland leben und hat zugegeben, Gewalt gegen die Jugendliche angewandt zu haben.

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