Gesetz befiehlt Handwäsche

23.11.2018, 18:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gesetz befiehlt Handwäsche

Waschmaschinen gibt es, aber keinen Anschluss. © dpa-tmn

In Deutschland gibt es für fast alles feste Gesetze und Regelungen. Eigentlich ist es ja gut, wenn alles klar geregelt ist: Dann mag es vielleicht weniger Streit geben. Aber manchmal kommen dadurch auch seltsame Begebenheiten zustande.

Ein Beispiel gibt es in Massen: Dort sind über 300 Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern der Welt untergebracht. Ab und an möchten auch sie natürlich einmal ihre Kleidung waschen. In der Einrichtung, in der sie leben, gibt es sogar Waschmaschinen und Wäschetrockner. Aber diese stehen seit zwei Jahren unbenutzt herum.

Sie dürfen nicht angeschlossen werden – aus Brandschutzgründen. Weil für eine Gemeinschaftsunterkunft von Flüchtlingen schärfere Regeln gelten als für einen Privathaushalt, darf man nicht einfach so den Stecker in die Steckdose stecken und die Wasserschläuche anschließen. Also waschen die Flüchtlinge ihre Sachen von Hand und wundern sich darüber, für wen denn eigentlich die Waschmaschinen da sind. .

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