„Geschichte schreiben“: RB will ins Achtelfinale

Auf Unentschieden zum sicheren Weiterkommen in der Champions League spielen? Kann Leipzig eigentlich nicht. Und deshalb spielen die Sachsen auch gegen Lissabon voll auf Sieg. Dabei ist Trainer Nagelsmann nicht sorgenfrei, vor allem was die Abwehr betrifft.

26.11.2019, 16:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Geschichte schreiben“: RB will ins Achtelfinale

Hat momentan viel Grund zum Feiern mit RB Leipzig: Emil Forsberg. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Unbeeindruckt vom Personal-Alarm in der Abwehr will RB Leipzig gegen Benfica Lissabon das nächste Tor-Festival feiern und erstmals in der Club-Geschichte in das Achtelfinale der Champions League einziehen.

Dabei genügt am Mittwochabend (21.00 Uhr/DAZN) gegen den portugiesischen Rekordmeister sogar ein Punkt für das Weiterkommen. Doch das würde so gar nicht zu RB passen, dass allein in den vergangenen drei Spielen in der Fußball-Bundesliga 16 Tore geschossen hat.

„Ich lebe für solche Spiele. Die Champions League war immer ein Traum. Der ist wahr geworden und jetzt das Achtelfinale zu erreichen, wäre richtig geil. Wir haben die Chance, Geschichte zu schreiben“, sagte Mittelfeldspieler Emil Forsberg. Der schwedische Nationalspieler war zuletzt glänzend aufgelegt, traf beim 4:1 gegen Köln doppelt.

Offensiv ist in Leipzig ohnehin alles bestens. Die Sorgen liegen eher in der hinteren Reihe. Marcel Halstenberg wird mit muskulären Problemen fast sicher ausfallen, Nordi Mukiele ist fraglich. Dayot Upamecano will trotz einer schweren Knöchelprellung auf die Zähne beißen. „Er selbst hat gesagt, er möchte unbedingt spielen. Wir werden das tatsächlich erst sehr kurzfristig entscheiden“ sagte Trainer Julian Nagelsmann.

So winkt Ethan Ampadu der erste Einsatz in der Startelf. Die Chelsea-Leihgabe profitiert davon, dass RB den Österreicher Stefan Ilsanker im Sommer nicht für den Königsklassen-Kader nominierte. Stattdessen gab man dessen immer noch verletzten Landsmann Hannes Wolf den Platz. Ein Schritt, der sich nun rächen könnte. „Hätten wir das damals gewusst, hätten wir sicher anders entschieden“, sagte Nagelsmann.

Dennoch will der Trainer das nicht als Ausrede gelten lassen. „Wahrscheinlich sind wir Favorit, weil wir in der Tabelle vorn stehen“, sagte Nagelsmann: „Das Achtelfinale hätte für mich einen großen Stellenwert, aber vielmehr sollen sich die Jungs belohnen, die die ganze letzte Saison für die Champions League gekämpft haben.“

Für Gegner Benfica ist das Aufeinandertreffen bereits ein Endspiel um das Überwintern in einem europäischen Wettbewerb. Ein Sieg ist Pflicht, entsprechend will Trainer Bruno Lage spielen lassen. „Wir werden einen ähnlichen Ansatz haben wie im Hinspiel und werden auf Sieg spielen. Wir können uns nicht verstecken“, sagte der Portugiese.

Gerade im Angriff plagen Benfica Verletzungssorgen. Der frühere Bundesliga-Profi Haris Seferovic, der beim 1:2 im Hinspiel getroffen hatte, ist erst gar nicht mit nach Leipzig gereist. Zudem ist 20-Millionen-Einkauf Raul de Tomas seit Monaten außer Form, hat für seinen neuen Club erst zweimal getroffen.

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