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Gescheiterter Student finanzierte Leben mit Banküberfällen

Mindestens 16 Jahre soll ein ehemaliger Jura-Student aus Nordrhein-Westfalen seinen Lebensunterhalt mit Banküberfällen finanziert haben. Der 45-Jährige aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein habe die Überfälle nicht begangen, um in „Saus und Braus zu leben, sondern zur Deckung eines normalen Lebensstandards“, sagte Alexander Badle von der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstag in Korbach. In der nordhessischen Stadt stellten die Ermittler ihre Ergebnisse vor.

07.08.2018
Gescheiterter Student finanzierte Leben mit Banküberfällen

Eine Beamtin hält die Tatwaffe des Angeklagten, eine Softwair-Waffe, und eine Bombenattrappe. Foto: Swen Pförtner

Laut Staatsanwaltschaft hatte der Mann schon während seines erfolglosen Studiums mit den Überfällen angefangen. Bei Freunden und Verwandten gab er vor, erfolgreich studiert zu haben und für einen Autokonzern zu arbeiten. Details zu seinen Lebensumständen machten die Ermittler nicht. Man wolle das familiäre Umfeld schützen. Er habe aber von 2000 Euro pro Monat gelebt und den nächsten Überfall gemacht, wenn das Geld aufgebraucht war. Auf die Spur des 45-Jährigen führte laut Polizei ein entscheidender Hinweis bei einem Überfall in Nordhessen im Januar. Nähere Angaben machten die Ermittler nicht.

Der Verdächtige war im März festgenommen worden. Ihm werden 20 Überfälle seit 2002 in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zur Last gelegt. Insgesamt betrug die Beute 400 000 Euro. Gegen den Mann wurde vor dem Landgericht Limburg Anklage erhoben. Einen Prozesstermin gibt es noch nicht.

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