Gerry Weber rutscht noch weiter ins Minus

Der kriselnde Modekonzern Gerry Weber rutscht noch tiefer ins Minus. Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) geht das Management jetzt „von einem deutlichen Verlust“ aus, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Bislang hatte Gerry Weber ein Minus von bis zu 10 Millionen Euro angegeben. Für das zum 31. Oktober beendete Geschäftsjahr 2017/2018 rechnet der Vorstand jetzt nur noch mit rund 790 Millionen Euro Umsatz. Ursprünglich waren 830 bis 840 Millionen Euro erwartet worden. Als Grund nannte das Unternehmen Rückstellungen für Personalmaßnahmen und die Schließung weiterer Filialen sowie außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen.

13.11.2018, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerry Weber rutscht noch weiter ins Minus

Kleiderbügel mit der Aufschrift Gerry Weber hängen an einer Garderobe. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Gerry Weber kämpft seit geraumer Zeit mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Der Wert der Gerry-Weber-Aktie hatte sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als halbiert. Mitte Oktober hatte das Modeunternehmen aus dem westfälischen Halle mit den Kernmarken Gerry Weber, Hallhuber, Samoon und Taifun bereits einen verschärften Sanierungskurs mit einem massiven Stellenabbau angekündigt. Noch beschäftigt der Modeanbieter rund 6500 Mitarbeiter.

Um dem Unternehmen finanziellen Spielraum zu geben, stunden Schuldscheinbesitzer ihre Forderungen an den Modekonzern bis Ende Januar 2019. Laut Mitteilung wären die Zahlungen eigentlich am 5. November fällig gewesen.

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