Gerry Weber baut weitere Stellen ab und schließt Filialen

Der in eine Krise geratene Modekonzern Gerry Weber muss zusätzliche Stellen abbauen und weitere Läden schließen. Nach Informationen des „Westfalen-Blatts“ (Bielefeld) will das Management nach mehreren bereits umgesetzten Sparprogrammen nochmals weltweit 900 von 6500 Jobs streichen. Zusätzlich sollen 170 bis 200 Filialen geschlossen werden. Die Zeitung beruft sich auf Informationen aus einer Mitarbeiterversammlung von Mittwoch.

14.11.2018, 18:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gerry Weber baut weitere Stellen ab und schließt Filialen

Kleiderbügel mit der Aufschrift Gerry Weber hängen an einer Garderobe. Foto: Federico Gambarini/Archiv

Zuletzt waren bereits 100 von 1300 Geschäften geschlossen worden. Auch die Zentrale in Halle in Westfalen und das Logistikzentrum seien von dem Stellenabbau betroffen. Das Unternehmen äußerte sich auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht zu den Zahlen.

Gerry Weber hatte erst am Dienstag vor einem größeren Verlust gewarnt. Das börsennotierte Unternehmen ist demnach noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht als ursprünglich angenommen. Der Fehlbetrag werde über 10 Millionen Euro liegen. Eine genaue Zahl nannte Gerry Weber nicht. Auch der Umsatz fällt im Geschäftsjahr 2017/2018 mit 790 Millionen Euro um rund 40 Millionen Euro niedriger aus als geplant.

Gerry Weber mit den Kernmarken Gerry Weber, Hallhuber, Samoon und Taifun kämpft seit längerem mit Umsatzrückgängen und roten Zahlen. Der Wert der Gerry-Weber-Aktie hatte sich in den vergangenen zwölf Monaten mehr als halbiert. Mitte Oktober hatte das Modeunternehmen bereits einen verschärften Sanierungskurs angekündigt.

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