Geplantes Haus der NRW-Geschichte soll Lernort werden

Das geplante Haus der Geschichte von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf soll vermitteln und forschen, aber auch mit Irrtümern aufräumen. So sei etwa die Gründung des Bundeslandes durch die Briten 1946 keine „traditionslose Zwangsverheiratung von Rheinland und Westfalen“ gewesen. Das sagte der Leiter der Planungsgruppe des Landtags für das Museum, Guido Hitze, am Freitag bei einer Fachkonferenz mit rund 150 Teilnehmern in Düsseldorf. Die Experten, darunter Historiker, Lehrer, Fachleute von Museen und für Landeskunde, äußerten sich zustimmend zu dem Vorhaben.

06.10.2018, 14:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geplantes Haus der NRW-Geschichte soll Lernort werden

Ein Mann hält in Düsseldorf einen Regenschirm mit dem Wappen von Nordrhein-Westfalen. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Das nordrhein-westfälische Parlament hatte im Januar mit breiter Mehrheit die Gründung eines Museums der Geschichte Nordrhein-Westfalens beschlossen. Das Haus soll mit anderen Museen zusammenarbeiten. Bislang gebe es eine starke Ausrichtung auf die Landesteile Westfalen und Rheinland, sagte Hitze. Museen mit landesgeschichtlichem Bezug fehlten aber.

Seit der Gründung vor 72 Jahren habe sich NRW zu einer Landesidentität hinentwickelt, sagte Landtagspräsident André Kuper (CDU). „Ein gutes Stück liegt noch vor uns.“ Das geplante Haus solle nicht nur Museum, sondern Lernort der Demokratie sein. Wunschstandort ist das historische Mannesmann-Haus in der Nähe des Landtags in Düsseldorf. Endgültig entschieden ist das nicht. Zum 75-jährigen Bestehen von NRW im Jahr 2021 soll die erste Ausstellung fertig sein.

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