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„Gemeinsames Wohnen“ nimmt nächste Hürde

Wohnprojekt

Jung und Alt sollen hier künftig miteinander leben. Das Wohnprojekt „Gemeinsames Wohnen an den Linden“ nimmt konkretere Formen an und kann bald eine weitere wichtige Hürde nehmen.

Werne

, 09.08.2018
„Gemeinsames Wohnen“ nimmt nächste Hürde

So soll die neue Wohngegend nach der Fertigstellung Ende 2020 aussehen: Am Becklohhof sollen künftig junge und ältere Menschen gemeinsam wohnen. 50 Prozent der Wohnungen seien bereits vergeben. © Architekturbüro Thiel

Verantwortliche und Architekten des Wohnprojektes „Gemeinsames Wohnen an den Linden“ blicken trotz einiger Herausforderungen zuversichtlich auf die weiteren Planungen des Mehrgenerationenprojektes.

Die letzten Änderungen für das Vorhaben seien mit der Stadt durchgesprochen worden. Bald stehe der Bebauungsplan zur Verfügung, erklärt Architekt Christoph Thiel. Dieser werde – voraussichtlich nach den Sommerferien – der Öffentlichkeit präsentiert. Die Bürger haben dann einen Monat Zeit, sich die Pläne genau anzuschauen. Daraufhin könne der Beschluss gefasst und Baurecht vergeben werden. „Das ist dann ein weiterer wichtiger Meilenstein“, erklärt Thiel.

Zuvor stehen noch Fachgespräche mit dem Vorstand der Katholischen Kirchengemeinde für den Erbpacht-Vertrag an. Während die Mitstreiter des Wohnprojektes am Becklohhof möglichst preiswert wohnen möchten, verfolgen die Kirchenvertreter einen lukrativen Vertrag. „Wir werden eine Lösung finden. Alle wollen das Projekt“, sagt Christoph Thiel.

50 Prozent vergeben

Das gilt auch für die „Mitmacher“ des Projektes. Etwa die Hälfte der neuen Wohneinheiten, die für 50 Bewohner Platz bieten sollen, sei bereits vergeben. Darunter seien vor allem ältere Paare und Singles. Auch eine jüngere Person habe deutliches Interesse gezeigt, so Thiel. Am Ende muss eine Belegungsquote von 70 bis 80 Prozent stehen, um das Wohnprojekt zu realisieren.

Um weitere potenzielle Bewohner zu begeistern, möchten die Vereinsverantwortlichen um Andreas Drohmann das Projekt verstärkt bewerben. Dazu haben sie etwa einen Anhänger als „Werbemobil“ umgebaut. Dieses steht an ausgewählten Stellen im Stadtgebiet. Außerdem zeigen die Verantwortlichen mit einem Informationsstand auf dem Wohnprojektetag NRW am 14. September in Gelsenkirchen, was hinter dem Mehrgenerationenprojekt steckt.

Die Verantwortlichen beschreiben, was potenzielle Bewohner für das Projekt in Werne mitbringen müssen: Sie suchen „projekt-begeisterte Mitmacher als Selbstnutzer“ und Investoren für eine „sozialgeförderte Wohnung mit einem Herz für die Ziele des Wohnprojektes“.

Eineinhalb Jahre Bauzeit

Ende 2020 sollen die Bewohner dann einziehen können. „Das ist unser Ziel. Bis dahin sollen die Wohnungen bezugsfertig sein“, erklärt Christoph Thiel. Der Architekt hofft, dass im kommenden Herbst der Satzungsbeschluss vorliegt. Zwei bis drei Monate später könne der Bauantrag genehmigt sein.

„Der theoretische Baubeginn wäre dann frühestmöglich im späten Frühjahr 2019“, rechnet er vor. Etwa eineinhalb Jahre Bauzeit kalkuliert er ein. Die Einheiten, die sowohl als Eigentumswohnungen als auch zur Miete angeboten werden, werden durch eine Gemeinschaftsfläche ergänzt. Schließlich sollen hier auch Jung und Alt gemeinsam, statt einsam miteinander leben.

Weitere Informationen zu dem Projekt „Gemeinsames Wohnen an den Linden“ gibt es hier.