Gemeinsam für den Klimaschutz

Kommentar der Redaktion

Statt zu streiken, diskutieren die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums lieber mit ihren Lehrern, was sie konkret für den Klimaschutz tun können. Ein Beispiel, dass Schule machen könnte.

15.03.2019, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Streiken statt Schule - das klingt verlockend. Wenn sich das dann noch damit begründen lässt, dass man ja „was fürs Klima und die eigene Zukunft“ tut, dann dürfte das viele Schüler in den vergangenen Wochen gelockt haben, an den „Fridays for future“-Demos teilzunehmen. Viele von ihnen waren aus Überzeugung dabei, trugen Plakate und lieferten fundierte Wortbeiträge ab. Dass es auch diejenigen gegeben haben wird, die die freien Stunden gerne angenommen haben, ohne sich für den Klimaschutz zu interessieren, dürfte kein Geheimnis sein.

Was für Eltern, Lehrer und Minister Anlass war, an die Schulpflicht zu erinnern, und Schulleiter vor ein schwieriges Dilemma stellte, lief in den vergangenen Tagen Gefahr, für die streikenden Schüler zu einem Boomerang zu werden. Der Stempel des „Die wollen ja nur die Schule schwänzen“ drohte den eigentlichen Kern der Sache zu überlagern: Das Engagement einer ganzen Generation für ihre Zukunft auf diesem Planeten.

Insofern ist das, was am Freitag am Geschwister-Scholl-Gymnasium passierte, ein Beispiel, das Schule machen könnte. Schüler und Lehrer, die auf Augenhöhe miteinander darüber diskutieren, was der Klimawandel eigentlich für sie konkret bedeutet und wie sie ihm begegnen können - genau so kann es klappen. Eine Demo mag den Reiz des Rebellischen haben, doch Klimaschutz funktioniert nur im Zusammenspiel der Generationen.

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